Wenn dir das hier gefiel …
Verschwunden (Ein Riley Paige Krimi – Band #1)
Key Facts
Kritik
Schon nach wenigen Seiten spürte ich diesen unangenehmen Kloß im Magen, der mich nicht mehr losließ — Blake Pierce zieht einen in eine Welt, die gleichzeitig vertraut und gerade deshalb so unheimlich ist.
Worum es geht, lässt sich knapp sagen: In ländlichem Virginia tauchen Frauenleichen auf, brutal und bizarr inszeniert. Das FBI steht ratlos da, bis die fragile, aber brillante Spezialagentin Riley Paige den Fall übernimmt. Ihre persönliche Vorgeschichte und ihre inneren Dämonen machen die Ermittlungen zu einem ebenso psychologischen wie nervenaufreibenden Wettlauf gegen die Zeit. Vielstimmige Verdächtigungen, düstere Subkulturen (ja, Puppensammler!) und eine Reihe von Wendungen treiben die Handlung voran, ohne dass Pierce sich in unnötigen Längen verliert.
Riley Paige ist das Herzstück des Buches: komplex, verletzlich und trotzdem unerschütterlich in ihrem Drang, Fälle zu lösen. Man fiebert mit ihr, leidet mit ihr — und fragt sich manchmal, wie viel von der Jägerin in ihr der Jäger selbst ist. Der Stil ist schnörkellos, filmisch und auf Tempo getrimmt; kurze Kapitel, viele Cliffhanger, das sorgt dafür, dass man gern "noch ein Kapitel" liest und dann noch eins. Besonders gut gefallen hat mir die dichte, düstere Atmosphäre und wie Pierce die Grenzen zwischen Ermittlungsarbeit und seelischem Zerfall verwischt.
Kritisch muss ich aber die Qualitätssicherung ansprechen: Zahlreiche Leserinnen und Leser — und das kann ich nachvollziehen — bemängeln Übersetzungs- und Rechtschreibfehler, die stellenweise irritieren und den Lesefluss stören. Einige Wendungen wirken zudem etwas konstruiert oder allzu vertraut für Krimi-Veteranen; wer frische, völlig neue Ideen erwartet, könnte enttäuscht sein. Trotzdem: Für Fans schneller, psychologisch fokussierter Thriller mit einer starken Protagonistin funktioniert das Buch hervorragend.
Fazit: Ein fesselnder Auftakt mit einer glaubwürdigen, verletzlichen Heldin und ordentlich Tempo — Abzüge wegen schlampiger Übersetzung und gelegentlicher Klischees, aber insgesamt sehr lesenswert. Bewertung: 4/5 Sterne (★★★★☆).
Klappentext
Riley ist beurlaubt, um sich von ihrer Begegnung mit dem letzten Serienmörder zu erholen, und so zerbrechlich wie sie ist, widerstrebt es dem FBI ihren brillianten Kopf zu nutzen. Trotzdem nimmt Riley, die sich ihren eigenen Dämonen entgegenstellen muss, den Fall an und ihre Suche führt sie durch die verstörende Subkultur von Puppensammlern, in die Häuser von zerbrochenen Familien, und in die dunkelsten Ecken des Verstandes eines Mörders. Während Riley sich Schicht für Schicht durch den Fall arbeitet wird ihr bewusst, dass sie es mit einem Killer zu tun hat, der verdrehter ist als sie es sich hätte vorstellen können. In einem wilden Wettlauf mit der Zeit wird Riley bis an ihr Limit gebracht – ihr Job steht auf dem Spiel, ihre eigene Familie ist in Gefahr und ihre zerbrechliche Psyche kurz vor einem Kollaps
Aber sobald Riley Paige einen Fall annimmt gibt sie nicht auf, bis er gelöst ist. Er vereinnahmt sie, führt sie in die dunkelsten Ecken ihres eigenen Verstandes, verwischt die Grenze zwischen Jäger und Gejagtem. Nach einer Reihe von unerwarteten Wendungen führen ihre Instinkte sie zu einem schockierenden Finale, das alle überrascht.
VERSCHWUNDEN, ein düsterer Psychothriller mit Spannung die für Herzklopfen sorgt, ist das Debüt einer fesselnden neuen Serie – und einer faszinierenden neuen Heldin – die uns bis spät in die Nacht wachhält.
Band 2 in der Riley Paige Serie ist bald erhältlich.