Wenn dir das hier gefiel …
Ein Lied für Molly
Key Facts
Kritik
Manchmal ist es genau dieses eine Buch, das dich schon auf den ersten Seiten mitten ins Herz trifft – „Ein Lied für Molly“ von Claudia Winter schafft genau das. Bonnie Milligan, ihre kleine Welt in Dublin und der kleine Josh, der ihr Leben komplett macht, sind Figuren, die man einfach mögen muss. Als Bonnie im Bus ein Bündel handschriftlicher Musiknoten findet, fängt eine charmante, etwas abenteuerliche Suche an: Wer hat dieses Lied geschrieben? Was steckt hinter dem geheimnisvollen Komponisten? Und ganz nebenbei nimmt das Schicksal Bonnie mit auf eine Reise an die raue, wunderschöne Westküste Irlands, wo nicht nur der Wind Geschichten erzählt.
Die Figuren sind wunderbar lebendig, allen voran Bonnie, deren Herzlichkeit und Entschlossenheit absolut ansteckend sind. Die Begegnungen mit den schrulligen Dorfbewohnern bringen genau die richtige Portion Humor und Wärme ins Spiel – man spürt förmlich das Meeresrauschen und den salzigen Wind. Claudia Winters Schreibstil ist dabei so leicht und flüssig, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Ihre Sprache ist ungekünstelt, klar und dabei trotzdem voller Emotionen und kleiner Zwischentöne, die das Lesen zu einem echten Vergnügen machen.
Einziger kleiner Wermutstropfen: An manchen Stellen zieht sich die Handlung etwas, und ein paar Szenen wirkten auf mich etwas vorhersehbar. Das tut dem Gesamtgefühl aber kaum Abbruch, denn der Charme und die liebevolle Atmosphäre des Buches überwiegen definitiv.
Wer Lust auf eine mitreißende, warmherzige Geschichte hat, in der Musik, Geheimnisse und irische Landschaft zu einer harmonischen Melodie verschmelzen, liegt hier genau richtig. „Ein Lied für Molly“ ist ein echter Glücksgriff für alle, die sich gern von einer zarten Romanze und spannenden Wendungen überraschen lassen – und dabei eine Prise Irish Spirit schnuppern wollen.
5 von 5 Sternen – weil die Geschichte einfach klingt, als würde sie genau jetzt erzählt werden, am liebsten bei einer Tasse Tee mit Meeresblick.