Wenn dir das hier gefiel …
Engel, Blues und Winterfunkeln
Key Facts
Kritik
Manchmal trifft einen ein Buch einfach mitten ins Herz – bei „Engel, Blues und Winterfunkeln“ von Stina Jensen war das definitiv der Fall. Schon die Idee, dass Melli, eine Kosmetikerin in der Krise, nach dem Tod ihrer adligen Kundin Alice mit einem letzten ungewöhnlichen Wunsch konfrontiert wird, hat mich sofort gepackt. Ein Mix aus Herzlichkeit, Humor und einer kleinen Portion Spannung zieht sich charmant durch die Geschichte.
Melli ist so eine Figur, mit der man sofort mitfühlt: eine Frau, die nach einer schmerzhaften Scheidung plötzlich ganz neu anfangen muss und dabei auch noch ihre tiefsitzende Angst vor dem Tod überwinden soll. Dass sie nebenbei den schwierigen Erben gegenübersteht und sich noch zu Gabriel, dem gutaussehenden Enkel, hingezogen fühlt, macht die Handlung wahnsinnig lebendig und spannend. Stina Jensens Schreibstil ist wunderbar unaufgeregt, aber dennoch detailverliebt – so taucht man schnell in die winterliche Atmosphäre ein, ohne sich je überladen zu fühlen.
Besonders gefallen hat mir, wie das Buch es schafft, ernste Themen wie Verlust und Neuanfang mit einer leichten Prise Humor und viel Menschlichkeit zu erzählen. Die Familiendynamik ist herrlich scharf beobachtet, und die kleinen zwischenmenschlichen Nuancen lassen die Figuren authentisch wirken. Ein bisschen vielleicht zu klischeehaft im Auftauen der „kalten“ Verwandten, aber das tut dem Spaß keinen Abbruch.
Wer auf gefühlvolle Geschichten mit Herz, einer Prise Romantik und einem winterlichen Setting steht, findet hier definitiv genau das Richtige. „Engel, Blues und Winterfunkeln“ ist wie eine liebevolle Decke an einem kalten Dezemberabend – tröstend, angenehm und einfach rundum gelungen.
Klare 5 von 5 Sternen – für alle, die sich nach einer warmherzigen Geschichte voller kleiner Wunder sehnen.