Wenn dir das hier gefiel …
Madame le Commissaire und die tote Nonne
Key Facts
Kritik
Es gibt Bücher, bei denen man vom ersten Satz an spürt, dass man auf eine besondere Reise geht – "Madame le Commissaire und die tote Nonne" gehört definitiv dazu. Die Geschichte entfaltet sich in der malerischen Provence, und obwohl die Landschaft fast zum Träumen einlädt, zieht ein mysteriöser Todesfall die Stimmung sofort in einen viel düstereren Sog. Isabelle Bonnet, unsere resolute Ermittlerin, steht vor einem Fall, der alles andere als gewöhnlich ist: Eine Nonne wird tot am Fuß einer steilen Klippe gefunden, und die oberflächliche Polizei-Meinung, dass es ein tragischer Unfall war, macht Madame le Commissaire richtig misstrauisch.
Isabelle und ihr Assistent Apollinaire tasten sich behutsam, aber mit scharfem Verstand durch das Netz aus Geheimnissen und scheinbaren Zufällen. Dabei kommen sie nicht nur einem skrupellosen Mörder auf die Spur, sondern entlocken auch der Atmosphäre des einsamen Monastère im Massif des Maures einen ganz eigenen Charme. Was mir besonders gut gefällt: Martin schafft es, die Figuren so lebendig und authentisch zu zeichnen, dass man sich mit Isabelle sofort verbunden fühlt. Sie ist tough, klug, aber auch nahbar – und genau das macht sie zur perfekten Heldin für diesen subtilen, aber spannenden Cozy Crime.
Der Schreibstil ist wie ein leichter Provençalischer Sommerwind: locker, flüssig und mit einer Prise Humor, die die ernsten Themen nie zu schwer wirken lässt. Das sorgt für eine wunderbare Unterhaltung, ohne dass das Buch oberflächlich wird. Ein kleiner Kritikpunkt: Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo in der Handlung gewünscht, denn gerade zu Beginn zieht sich die Geschichte an manchen Stellen etwas. Aber das schmälert das Gesamtbild kaum, da die Atmosphäre und die Charaktere diesen kleinen Patzer locker ausgleichen.
Wer also auf französisches Flair, pfiffige Ermittlerinnen und einen Krimi steht, der mehr als bloß seichte Spannung bietet, ist hier genau richtig. "Madame le Commissaire und die tote Nonne" ist ein Genuss für gemütliche Lesestunden mit einem Schuss Nervenkitzel.
Fazit: Charmanter Krimi mit Tiefgang und sympathischer Heldin – perfekt für Fans von Cozy Crime und Provence-Romantik. Klare 5 Sterne!
Klappentext
Madame le Commissaire, das ist die mutige Ermittlerin Isabelle Bonnet. In diesem Fall ermitteln sie und ihr origineller Assistenten Apollinaire rund um den bizarren Mord an einer Nonne: Vom Rand einer steil abfallenden Klippe, wo man sonst unter hohen Aleppo-Kiefern wunderbar den Sonnenuntergang genießen könnte, bietet sich Isabelle Bonnet ein alles andere als idyllischer Anblick.
Unten am Strand liegt eine Frau, unverkennbar in Ordenstracht gewandet. Schnell bestätigt sich, was zu befürchten war: Die Nonne lebt nicht mehr. Offenbar hatte sie bei der Suche nach seltenen Heilpflanzen den Halt verloren und war zu Tode gestürzt. So jedenfalls die (vorschnelle) Schlussfolgerung der Polizei.
Provencalisches Flair, liebenswerte Figuren und ein skrupelloser Mord: perfekte Urlaubslektüre, nicht nur für Frankreich-Reisende
Madame le Commissaire jedoch misstraut der ersten Schlussfolgerung ihrer Kollegen - und behält recht. Sie nimmt ihre Ermittlungen in dem einsam, aber malerisch gelegenen Monastère im Massif des Maures auf und hat bald mehr als einen Verdächtigen. Doch wer würde wirklich so weit gehen, eine Nonne zu ermorden?
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