Wenn dir das hier gefiel …
Provenzalische Kälte
Key Facts
Kritik
Wer schon einmal das verführerische Kribbeln gespürt hat, wenn sich die Provence im Winter von ihrer eher kühlen Seite zeigt, wird „Provenzalische Kälte“ von Sophie Bonnet lieben. Statt der sonst so sonnendurchfluteten Landschaft erwartet uns hier eine melancholisch-neblige Atmosphäre, die perfekt zur düsteren Stimmung des Falls passt.
Im Mittelpunkt steht Pierre Durand, ein Ermittler, der uns durch verschneite Thermalbäder und frostige Dörfer führt. Ein mysteriöser Einbruch endet mit einer Leiche, und plötzlich verstricken sich persönliche Geheimnisse und ein skrupelloses Verbrechernetzwerk in einem spannenden Puzzle. Das Buch hält genau die Balance, die man sich von einem Provence-Krimi wünscht: Urlaubsflair trifft auf nervenaufreibende Spannung.
Pierre ist keine übertrieben perfekte Ermittlerfigur, sondern ein Charakter, der mit kleinen Macken und einer gehörigen Portion Menschlichkeit überzeugt. Bonnets Schreibstil ist leicht und flüssig, die Landschaftsbeschreibungen sind so atmosphärisch, dass man fast den frostigen Nebel auf der Haut spüren kann – ohne dabei zu beschreiben, als würde man in einem Reiseführer blättern. Besonders schön: Wie Genuss und Verbrechen hier verbunden werden, ohne kitschig zu wirken. Da fühlt man sich direkt mittendrin und will gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Aber ja, ein klitzekleiner Kritikpunkt: Manchmal wirkt die Handlung etwas vorhersehbar, und wer genreerfahren ist, wird einige Wendungen erahnen. Das schmälert aber keineswegs den Lesespaß, vor allem, weil die Figuren sympathisch sind und das Setting einfach zum Träumen einlädt.
Kurz gesagt: Wer Lust auf einen Provence-Krimi mit Winterflair, einem cleveren Ermittler und einem spannenden Fall hat, sollte „Provenzalische Kälte“ auf jeden Fall eine Chance geben. Leicht, aber keineswegs seicht – perfekt für gemütliche Lesestunden. Meine Sterne: 4 von 5.
Klappentext
Es wird Winter in der Provence. Die Landschaft ist bedeckt von Nebel und Raureif. Alles wirkt friedlich in Sainte-Valérie – bis in einem verlassenen Ferienhaus eingebrochen wird. Die Täter sind über alle Berge, aber eines haben sie zurückgelassen: eine Leiche. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um Thomas Garcin, Leiter einer Thermalklinik in Gréoux-les-Bains, handelt. War Garcin zur falschen Zeit am falschen Ort? Und warum besaß er eine unregistrierte Waffe? Die Ermittlungen führen Pierre Durand zu einem kriminellen Netzwerk, das auch vor denen keinen Halt macht, die ihm nahestehen …
"Niemand verbindet Genuss und Verbrechen so harmonisch wie Sophie Bonnet in ihren Provence-Krimis." Hamburger Morgenpost
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Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.