Wenn dir das hier gefiel …
G. F. Unger 2396
Key Facts
Kritik
Wenn du auf legendäre Western stehst, die dir das staubige Limit Valley und die raue Wildnis direkt ins Wohnzimmer bringen, dann bist du bei „G. F. Unger 2396“ genau richtig. Die Geschichte um Buck Fisher zieht dich sofort in ihren Bann – ein Mann, der alles verloren hat, aber seine Ranch und vor allem seine Tochter um jeden Preis schützen will. Es ist ein Kampf zwischen Verrat, Schmerz und dem ungebrochenen Willen, der dich beim Lesen nicht mehr loslässt.
Buck Fisher ist kein Held wie aus dem Lehrbuch, sondern ein abgeklärter Kämpfer, der nach seiner Verletzung viel durchmachen musste. Hier zeigt sich Ungers Stärke: Die Figuren sind kein blankes Gut- oder Böse-Image. Besonders Buck und seine Tochter Vicky wirken authentisch, mit all ihren Rissen und Ecken – keine glattgebügelten Westernfiguren, sondern echte Menschen in einer gnadenlosen Welt. Der Autor verwebt geschickt die Spannung um Buck und seine vier „Kämpfer“ aus der Vergangenheit, die erkannte Bitterkeit und das drohende Blutvergießen rücken die Geschichte immer weiter voran.
Der Schreibstil ist locker, direkt und dabei immer spannend, was das Blättern fast zur Sucht macht. Unger spart nicht mit rauen Details und Ballereien, was den typischen Westernflair perfekt bedient, aber auch mal ein wenig klischeebelastet rüberkommt – hier hätte ich mir manchmal etwas mehr Frische gewünscht. Dass der Plot sich zum Ende hin ein bisschen vorhersehbar entwickelt, tut dem Lesefluss zum Glück keinen Abbruch.
Ein kleiner Wermutstropfen: Die zahlreichen Namen und Wendungen könnten gerade bei Einsteigern etwas mehr Übersicht vertragen – aber für eingefleischte Fans des Genres ist das kein Beinbruch. „G. F. Unger 2396“ liefert genau das, was Western-Fans lieben: harte Kerle, eine zerbrechliche Hoffnung und jede Menge Action.
Wenn du Lust auf eine fesselnde Westernstory hast, bei der auch das Herz nicht zu kurz kommt, dann ist dieses Buch eine klare Empfehlung. Für alle, die das Genre mögen und sich auf eine knackige, emotionsgeladene Geschichte freuen, ist „G. F. Unger 2396“ perfekt geeignet.
4 von 5 Sternen – Western-Action mit Tiefgang, die ein bisschen mehr Abwechslung im Plot vertragen könnte, aber trotzdem richtig Laune macht.
Klappentext
Bis zu diesem Tag war Buck Fisher der König im Limit Valley. Doch jetzt zerfällt sein Rinderreich. Die Stunde seiner Feinde scheint gekommen. Sein Vormann hat ihn betrogen. Die Mannschaft schlägt sich auf die Seite seiner Gegner, die über seinen Besitz wie eine gierige Meute herfallen. Er ist körperlich eingeschränkt und kann nicht mehr kämpfen. Doch er hat noch eine Chance, so hofft er jedenfalls. Er holte vier Männer in das Land. Er hat Erkundigungen über sie eingeholt und weiß, dass sie Kämpfer wie ihre Väter sind, die er gekannt hat. Sie sollen seine Trümpfe in diesem blutigen Spiel werden. Vier Asse.
Sie werden es schaffen. Sie werden die Ranch für seine Tochter Vicky retten und dem Terror ein Ende bereiten. Davon ist Buck Fisher überzeugt. Obwohl er genau weiß, dass die vier Männer ihn hassen werden, wenn er ihnen erzählt, warum ihre Väter sterben mussten. Und er wird es ihnen erzählen, denn auch das gehört zu seinem Plan.
Entweder werden sie ihn töten - oder sie werden für ihn kämpfen. Er weiß, dass er ein riskantes Spiel treibt, doch er verlässt sich auf seine Köder: seine schöne Tochter Vicky und das Gold, um das er die Väter dieser vier Männer einmal betrogen hat ...