Wenn dir das hier gefiel …
G. F. Unger Western-Bestseller 2794
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Treffen mit dem geheimnisvollen Reiter spürt man, dass hier kein gewöhnlicher Western erzählt wird – sondern eine Geschichte, die wild, rau und voller Charakter steckt. G. F. Ungers neuester Band nimmt uns mit in eine Welt, in der der Klang von Pferdehufen und das Klirren von Stahl noch etwas Echtes, Greifbares sind. Die Handlung dreht sich um einen Mann, der wie aus einer anderen Zeit wirkt, mit Lederkleidung, einer Kette aus Bärenkrallen und einem unverwechselbaren blauen Halstuch – ein Symbol für Mut und Selbstbehauptung mitten im unbarmherzigen Westen.
Die Figuren sind keine sterilen Helden, sondern leben mit ihren Ecken und Kanten. Der Protagonist wirkt nahbar und dennoch geheimnisvoll, fast wie ein moderner Krieger, der seine Prinzipien hochhält. Ungers Schreibstil ist schnell, klar und schneidend – genau so, wie man es von einem guten Western erwartet. Keine langen, verschachtelten Monologe, sondern eine Erzählweise, die spannend bleibt und das Kopfkino anwirft. Besonders gefallen hat mir, wie das Setting fast zum Charakter wird: die Prärie, der weite Himmel und die rauen Menschen dort.
Klar, bei so viel Action und Atmosphäre verliert die Geschichte manchmal etwas an Tiefe. Die Charakterentwicklung hätte hier und da ein paar Ecken und Kanten mehr vertragen können, und einige Überraschungen sind vorhersehbar – das kennt man aus dem Genre einfach. Aber ehrlich gesagt, das schmälert den Lesespaß kaum, denn die Mischung aus Spannung, Wildnis und dem unnachahmlichen Western-Feeling passt perfekt zusammen.
Für alle, die Lust auf einen flotten, bodenständigen Western haben, der kein Schnickschnack-Versprechen ist und einen Helden mit Ecken und Kanten bietet, ist dieses Buch genau das Richtige. Ein Ritt durch die Prärie, bei dem man sich gut vorstellen kann, selbst im Sattel zu sitzen – mit einem starken Hut, festem Griff am Gewehr und dem unübersehbaren blauen Halstuch als Zeichen der Freiheit.
4 von 5 Sternen. Solider Westernstoff, der Lust auf mehr macht und den rauen Geist des Wilden Westens wunderbar einfängt.
Klappentext
»Heiliger Rauch«, murmelt er, »diese Narren ...«
Er verharrt noch einige Atemzüge lang im Sattel seines rotbraunen Wallachs. Er bietet einen wilden und animalischen Anblick wie ein Vollblut-Sioux.
Denn er trägt Lederkleidung, Mokassins und eine Kette aus Bärenkrallen, wie die Oglala-Squaws sie für ihre Krieger anfertigen. Sein perlenbesetzter Gürtel ist eine außergewöhnlich kunstvolle Arbeit und von fast unschätzbarem Wert unter den Kennern der Hochprärie.
In diesem Gürtel stecken ein achtzölliges Green-River-Skalpiermesser und eine Hunkpapa-Kriegsaxt aus allerbestem Stahl.
Sein .73er-Winchester-Gewehr ist sorgfältig in ein Lederfutteral eingepackt, das mit Federn geschmückt ist.
Aber am auffälligsten ist sein leuchtend blaues Halstuch. Es ist eigentlich verrückt, ein so auffälliges Halstuch zu tragen. Doch vielleicht ist das seine Art, der Welt zu zeigen, dass er sich nicht versteckt und zu den Dingen steht, die er mag. Und so ist das blaue Tuch für ihn auch so etwas wie die Federhaube für einen Kriegshäuptling ...