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Autor:
Erschienen:
2013-09-20
Preis:
9,99 € (EUR)
Apple Store Rating:
4.00/5 (135 Bewertungen)
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Todesengel

Key Facts

Erschienen
2013-09-20
Preis
9,99 € (EUR)
Bewertung
⭐ 4.00/5 (135)
Genres
Ähnlich

Kritik

Schon auf den ersten Seiten zieht einen Andreas Eschbach mitten hinein — in eine Nacht, die falsch genug scheint, um alles zu verändern. Man spürt sofort das Kribbeln der Ungerechtigkeit und diese resignierte Frage: Wer hat das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden?

Kurz und knapp: Erich Sassbeck gerät in eine brutale Schlägerei und bleibt als einziger lebend zurück, während seine Angreifer tot aufgefunden werden. Die Polizei vermutet Selbstjustiz, Sassbeck meint, ein Wunder habe ihn gerettet. Der Journalist Ingo Praise stößt auf Hinweise, dass tatsächlich ein Unbekannter durch die Stadt streift und vermeintlich Unschuldige beschützt. Praise macht den so genannten „Todesengel“ publik — und entfacht eine Lawine, die mehr zerstört, als sie rettet. Mehr muss man nicht wissen, um die moralischen Fragen und die eskalierenden Konsequenzen zu erleben.

Die Figurenzeichnung ist Eschbach-typisch: klar, präzise und mit einem Auge für kleine, glaubwürdige Details. Sassbeck ist kein Held aus Seifenoper — er ist ein verletzlicher, verunsicherter Mensch, dem man durchaus glaubt, dass er sich nach einem Wunder sehnt. Ingo Praise funktioniert als Gegenpol: neugierig, karrierebewusst, aber nicht unsympathisch. Besonders gelungen: wie Eschbach die Verantwortung von Medien und Öffentlichkeit reflektiert — das ist aktuell, unbequem und trifft genau den Nerv unserer Zeit.

Stilistisch bleibt Eschbach auf gewohnt souveränem Terrain. Die Sprache ist knapp, zugänglich, oft schnörkellos; Dialoge funktionieren. Ich mochte, wie er die Spannung nicht nur durch Actionszenen, sondern durch moralische Dilemmata und zwischenmenschliche Verwerfungen erzeugt. Kleine, spontane Reaktion beim Lesen: Man blättert schneller, weil man wissen will, wie sich das moralische Kipp-Punkt entwickelt — und bleibt trotzdem bei der Figur.

Kritikpunkte? Ja, ein paar. Das Tempo schwankt; manche Passagen ziehen sich und wirken etwas langatmig, was Leser:innen, die rasante Thrill-Pace erwarten, stößt — das sieht man auch in den Nutzerbewertungen. Außerdem bleibt an manchen Stellen die Motivation bestimmter Figuren etwas schemenhaft, sodass nicht jede Wendung völlig zwingend wirkt. Und: Wer Eschbachs beste Werke kennt, könnte hier weniger Überraschendes finden.

Bonus: Das E-Book enthält ein kurzes Interview mit dem Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer, das die kriminalpolitischen Fragen des Romans sinnvoll ergänzt. Das ist ein netter, informativer Zusatz, der dem Roman mehr Tiefe verleiht.

Kurz gesagt: „Todesengel“ ist ein aktueller, nachdenklicher Thriller über Moral, Medienmacht und Selbstjustiz — eher ein psychologischer Gesellschaftsthriller als ein atemloser Actionroman. Für Leser:innen, die komplexe Fragen und Figuren über Tempo stellen, ist das Buch definitiv einen Blick wert; wer pures Tempo sucht, könnte sich enttäuscht zeigen.

Fazit: Solide, gesellschaftlich relevante Unterhaltung mit Schwächen im Tempo — empfehlenswert für Fans von Esch

Klappentext

Erich Sassbeck ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine brutale Schlägerei. Doch am Ende ist er es, der überlebt, während seine Angreifer tot sind - erschossen von unbekannter Hand. Sassbeck glaubt, dass ihn ein Wunder gerettet hat. Die Polizei dagegen fragt sich, ob nicht er geschossen hat. In Notwehr. Oder schlimmer: in Selbstjustiz. Der Journalist Ingo Praise findet bald Beweise, dass Sassbecks Geschichte stimmt. Ein Unbekannter streift durch die Stadt und beschützt Unschuldige. Praise macht den "Todesengel" zum Star - und löst damit eine Katastrophe aus ... Dieses E-Book von Andreas Eschbach enthält neben dem Roman "Todesengel" ein Interview mit dem bekannten deutschen Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer.

FAQ

Erich Sassbeck ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine brutale Schlägerei. Doch am Ende ist er es, der überlebt, während seine Angreifer tot sind - erschossen von unbekannter Hand.…

Solide, gesellschaftlich relevante Unterhaltung mit Schwächen im Tempo — empfehlenswert für Fans von Esch

Ein paar passende Treffer aus unseren Empfehlungen: Der Zögling, Die Witwe, Blutnebel, Stürmisches Sylt.

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Malte Roßmöller
⭐ 3/5 · 16.04.2020
Ich hab mehr Erwartet
Aber deswegen nicht schlecht. Und besonders heutzutage aktuell. Straftäter müssen angemessen bestraft werden. Und keine Sonderrechte für alles das nicht Deutsch ist.
Dentalhero
⭐ 2/5 · 13.07.2014
Todesengel
langatmig, nicht zu vergleichen mit der hohen Qualität seiner bisherigen faszinierenden fesselnden Bücher Hoffe auf ein neues Buch , als treuer Eschbach Fan ....
Zipponian
⭐ 4/5 · 03.01.2014
Gutes Buch
Sollte man lesen. Eschbach original.
Tom2712
⭐ 1/5 · 28.12.2013
Einfach nur schlecht !!!
Mein erstes und sicher letztes Buch von Eschbach. Ich habe mich selten so gelangweilt Ich würde gerne einen Stern minus geben aber leider ist das nicht vorgesehen.
Vorsitzende Wang
⭐ 4/5 · 09.11.2013
Berührend
Mich hat das Buch außerordentlich berührt. Es zeigt nicht nur die Seite der Gewalt von der man in der Zeitung liest, sondern auch die langjährigen Auswirkungen und weitreichende Zerstörung einer Gewalttat. Es gibt niemals nur das unmittelbare Opfer einer Gewalttat, sondern auch Zeugen, Betroffene und Angehörige werden tief traumatisiert. Hier ist es Andreas Eschbach gelungen es so zu vermitteln, dass man das Leid nacherlebt, verpackt in einer spannenden Geschichte. Es ist nicht so, dass mir das bisher nicht bewußt war, aber nun wurde es für mich fühlbar. Solche Bücher sollten in den Schulen gelesen gelesen werden. Andreas Eschbach ist für mich, Asche auf mein Haupt, eine Neuentdeckung. Ich kann meiner Begeisterung kaum Ausdruck verleihen. Ich habe von ihm bisher "Der Herr aller Dinge" und "Der Todesengel" gelesen. In beiden Büchern wurde ich auf eine Weise in die Geschichte gesogen, die ich mir kaum erklären kann. Eigentlich kommen die Geschichten erst so harmlos daher, aber es fiel mir jeweils schwer das Buch wegzulegen. Am liebsten hätte ich die Bücher in einem Rutsch gelesen und hätte Arbeit etc... erstmal gelassen. Am Ende jeden Buches mußte ich auch erstmal Minuten da sitzen und dachte: "Puhh, das muss ich jetzt erstmal verdauen". Konnte mich auch erstmal keinem neuen Buch zuwenden,, so haben die Geschichten auf mich gewirkt. Ich wurde auch gefragt, was ich denn so konzentriert lesen würde. Zu welchem Genre das Buch gehören würde. Auch dazu fiel mir eine Antwort schwer, da es mehr als ein Thriller ist. Das trifft es nicht. Ich saß da, wie ein nach Luft schnappender Fisch an Land, weil mir die Antwort schwer fiel. Ich muss wohl etwas befremdlich gewirkt haben. So kann ich nur sagen, bildet Euch doch selbst eine Meinung.