DIE FARM (Traveler 1)
Key Facts
Kritik
Manchmal trifft ein Buch genau den richtigen Nerv – und „DIE FARM (Traveler 1)“ von Tom Abrahams hat bei mir genau das geschafft. Man fühlt sich sofort mittendrin, auf dieser trostlosen Ranch in Texas, umgeben von einer Welt, die scheinbar untergegangen ist. Marcus Battle, der verletzte Armeeveteran, der lieber in der Stille seiner Erinnerungen lebt als sich dem Chaos da draußen zu stellen, ist eine Figur, die einem schnell unter die Haut geht.
Die Handlung ist simpel, aber wirkungsvoll: Fünf Jahre nach einer verheerenden Pandemie kämpft Marcus ums Überleben, abgeschottet und mit einer ganz klaren Regel – keine Fremden. Doch als eine gejagte Frau plötzlich vor seiner Tür steht, gerät seine Welt ins Wanken. Abrahams beschreibt dieses Zwiegespiel zwischen Einsamkeit und der Notwendigkeit von Nähe so eindringlich, dass ich selbst mehrmals richtig mitgezittert habe.
Was mich besonders begeistert hat, ist der knappe, direkte Schreibstil. Kein Überflüssiges, kein großes Action-Spektakel, sondern ruhige, fast schon intime Momentaufnahmen, die sich wie Puzzleteile zusammensetzen. Das macht das Buch herrlich erfrischend und macht Lust auf mehr. Die Figuren sind nicht perfekt, und genau das macht sie authentisch – vor allem Marcus, der mit seiner bitteren Trauer und seiner inneren Zerrissenheit sehr glaubwürdig rüberkommt. Die Frau an seiner Seite bringt zusätzlich Spannung und Energie rein, ohne dass es zu klischeehaft wirkt.
Kritik? Ganz ehrlich, ein bisschen mehr Tempo hätte dem Auftakt vielleicht nicht geschadet, an manchen Stellen schleicht die Story eher dahin. Wer aber auf Charaktertiefe und eine realistische Darstellung einer postapokalyptischen Welt steht, wird das verschmerzen können.
Fazit: „DIE FARM“ ist ein tolles Buch für alle, die sich nicht nur von Action, sondern auch von Emotionen mitreißen lassen wollen. Ein solider, spannender Start in eine Reihe, der Lust macht, dran zu bleiben. Klare Empfehlung und von mir gibt’s dafür 5 von 5 Sternen. Wer „The Walking Dead“ mag, wird hier definitiv gut aufgehoben sein.
Klappentext
Doch eines Tages sucht eine verzweifelte, von marodierenden Horden gejagte Frau bei ihm Zuflucht. Sie ist intelligent, verletzt, lebendig — und sie stellt Fragen. Marcus muss erkennen, dass die Welt nicht stehengeblieben ist, während er sich selbst vergräbt. Die Frage ist nicht mehr, ob er ihr helfen will. Die Frage ist, ob er es kann.
»Eine überzeugende neue Stimme, die ganz sicher alle Fans postapokalyptischer Literatur begeistern wird.« — Russell Blake
»Eines der Bücher, die Sie lesen sollten, wenn Sie The Walking Dead lieben.« — Bookbub