Das kleine Wunder im Central Park
Key Facts
Kritik
Kaum habe ich „Das kleine Wunder im Central Park“ aufgeschlagen, fühlte ich mich direkt in einen winterlichen Traum aus Lichterglanz und festlicher Stimmung katapultiert – genau das Richtige für kalte Tage auf der Couch. Die Geschichte von Evie Green, die nach einer harten Zeit ungeplant in New York landet und dort auf den grummeligen Noah trifft, ist genau die Mischung aus Herz, Humor und kleineren Missverständnissen, die man von einem romantischen Weihnachtsroman erwartet.
Evie ist eine sympathische Heldin, deren Naivität und Optimismus wunderbar mit Noahs mürrischer Art kontrastieren. Besonders schön fand ich, wie Julie Caplin den Schauplatz – das schillernde Plaza Hotel und das winterliche Manhattan – lebendig werden lässt, ohne dabei ins Kitschige abzudriften. Der Schreibstil ist locker und flüssig, dabei wunderbar bildreich; fast konnte ich das Knirschen des Schnees unter den Füßen hören und die würzige Luft spüren.
Natürlich bleibt die Story ziemlich vorhersehbar und man weiß schon früh, wo die Reise hingeht – aber genau das macht den Charme aus. Ein kleines Manko könnte für manche sein, dass die Nebenfiguren etwas blass bleiben und die Handlung stellenweise ein bisschen zu rund läuft. Trotzdem hat das Buch diese gemütliche, wohlige Atmosphäre, die man sich von einer Weihnachtsliebesgeschichte erhofft.
Wer auf der Suche nach einer warmherzigen, unkomplizierten Romanze mit winterlichem Flair ist, der liegt hier goldrichtig. Ein Buch zum Abschalten, Schmunzeln und einfach Genießen für alle Fans von leichten Wohlfühlgeschichten.
4 von 5 Sternen – ein kleines Wunder für das Herz, auch wenn es keine literarische Offenbarung ist.