Ein Bild von dir
Key Facts
Kritik
Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen sofort anpackt – „Ein Bild von dir“ von Jojo Moyes ist genau so eines. Schon die ersten Seiten lassen einen tief eintauchen in zwei Welten, getrennt durch hundert Jahre, aber verbunden durch die Kraft eines einzigen Gemäldes. Die Geschichte führt uns ins zerklüftete Frankreich des Ersten Weltkriegs, wo Sophie versucht, inmitten von Chaos und Leid stark zu bleiben, und ins moderne London, wo Liv mit ihrem eigenen Verlust kämpft. Zwei Frauen, zwei Zeiten, eine emotionale Brücke, die Moyes mit viel Feingefühl und Herz erzählt.
Die Charaktere sind authentisch und spürbar lebendig, besonders Sophie und Liv tragen die Geschichte auf ihren Schultern mit so viel Wärme und Verletzlichkeit, dass man sie fast selbst kennt. Jojo Moyes schreibt dabei so locker und doch tiefgründig, dass man fließend von der Vergangenheit in die Gegenwart gleitet, ohne den Erzählstrang zu verlieren – im Gegenteil, man will gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ihre Beschreibungen erzeugen lebendige Bilder im Kopf, die einen noch lange begleiten.
Klar, hier und da fühlt sich die Story vielleicht ein bisschen vorhersehbar an, aber das stört kaum, denn die echte Stärke liegt in der emotionalen Tiefe und den zwischenmenschlichen Momenten, die Moyes meisterhaft einfängt. Man spürt fast die Schwere des Krieges und die sanfte, zugleich zähe Trauer der Gegenwart.
Wer historische Romane mag, die mit einem Hauch Gegenwart gewürzt sind, wer Geschichten liebt, die unter die Haut gehen, der wird mit diesem Buch definitiv glücklich – und vorbereitet sein, tief im Herzen etwas zurückzulassen. Ein Roman, der nicht nur wegen seiner dramatischen Handlung, sondern vor allem wegen der starken Gefühle lange haften bleibt.
5 von 5 Sternen – ein echtes Lesehighlight für alle, die sich gern mitreißen und berühren lassen wollen.
Klappentext
Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie, stark zu sein – für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der aufseiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Édouard einst von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll …
Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück …
Zwei Paare – getrennt durch ein Jahrhundert, verbunden durch ein Gemälde. Gekonnt verwebt Jojo Moyes die Zeiten und die Geschichten zweier Lieben und schenkt uns einen Roman, der lange im Gedächtnis bleibt.