Wenn dir das hier gefiel …
Die Honigfrauen - Eine neue Heimat
Key Facts
Kritik
Manchmal sind es die kleinen Ecken der Welt, die einen mit großer Geschichte überraschen – genau so zieht „Die Honigfrauen - Eine neue Heimat“ von Mirjam Müntefering einen direkt ins bergische Land des Jahres 1910. Da steht Irma vor einem ziemlich brodelnden Chaos: Das Landcafé im Honigstal tief in der Krise, weil die magischen Rezepte ihres verstorbenen Großvaters einfach fehlen. Und als ob das nicht schon genug wäre, ist da noch diese komplizierte Familiengeschichte, die sich wie ein dichter Nebel über alles legt.
Man fiebert mit Irma mit, die nicht nur gegen geschäftliche Rückschläge kämpft, sondern auch gegen alte Geheimnisse und Vorurteile – besonders wenn es um ihre Tante Harriet geht, die wohl das einzige Zünglein an der Waage sein könnte, um das Café zu retten. Und dann wäre da noch Arno, der sich plötzlich zurückzieht, während Eugen, der Freund, einfach zu merkwürdig wird. Dieses bunte, doch fein gezeichnete Ensemble macht die Geschichte so lebendig und ehrlich, dass man fast den Duft von frischem Kuchen riechen kann. Mirjam Münteferings Schreibstil ist dabei wunderbar unprätentiös, fast so, als würde sie einem persönlich beim Kaffeeklatsch erzählen, wie sich das Abenteuer entwickelt. Locker, direkt und mit einem schönen Gespür für traditionelle Atmosphäre.
Klar, das Tempo schwankt ab und an, und einige Wendungen hätten gern noch ein bisschen mehr Spannung vertragen können. Aber gerade die kleinen Alltagsmomente und emotionalen Zwischentöne holen das locker wieder rein und machen das Buch zu einer warmherzigen Einladung für alle, die historische Geschichten mit Herz, Humor und ein bisschen Familienstreit mögen.
Wer also Lust hat auf eine etwas andere Familiengeschichte, die Erinnerungen und neue Wege verbindet, der ist hier goldrichtig. Perfekt für gemütliche Lesestunden und alle, die sich gern auf eine Reise zu einer ganz besonderen „neuen Heimat“ mitnehmen lassen möchten.
4 von 5 Sternen – weil es einfach schmeckt wie frisch gebackenes Glück.
Klappentext
Bergisches Land, 1910. Irma ist verzweifelt: Das Landcafé im Honigstal hat bei der Einweihung versagt! Es fehlen die einzigartigen Kreationen ihres verstorbenen Großvaters. Einzige Lösung scheint ihre Tante Harriet, die das Talent Ludwigs geerbt hat. Womöglich weiß sie von den geheimen Rezepten? Aber wird Irmas Großmutter die uneheliche Tochter ihres Mannes hier wirken lassen? Auch Arno lässt sich seit der Eröffnung nicht mehr blicken, während Irmas guter Freund Eugen sich höchst sonderbar verhält. Als sich ein Tester des Guide Michelin ankündigt, gilt es für die Honigfrauen, zusammenzuhalten.