Comfort Zone
Key Facts
Kritik
Manchmal genügt schon ein kurzer Satz, um einen komplett in den Bann zu ziehen – genau so erging es mir mit „Comfort Zone“ von Sarah Baines. Die Geschichte zieht dich direkt ins emotionale Zentrum: Zwei Menschen, die sich eigentlich nicht haben sollten und doch von einer dringenden, fast schon zerstörerischen Anziehungskraft gepackt werden. Silent, der Protagonist, glaubt aufrichtig, nicht der Richtige für Molly zu sein, und doch verachtet er sich kaum, weil er nicht von ihr ablassen kann. Diese raue Mischung aus Sehnsucht und Zurückhaltung macht das Buch von der ersten Seite an spannend.
Die Handlung bewegt sich in diesem Spannungsfeld: Silent versucht, Abstand zu halten, bis Molly den ersten Schritt wagt und alles auf den Kopf stellt – und ab da geht es erst richtig los. Ohne zu viel zu verraten: Sarah Baines versteht es, mit knappen, gezielten Worten Atmosphäre aufzubauen. Ihr Schreibstil ist dabei angenehm frisch, klar und trotzdem emotional dicht. Silent und Molly sind keine überzogenen Romanfiguren, sondern echte Menschen mit Ecken und Kanten, die man trotz oder gerade wegen ihrer Fehler gern begleitet.
Besonders gelungen ist die Art, wie Baines mit Erwartungen spielt. Man ahnt zwar, wo die Reise hingeht, aber der Weg ist immer wieder überraschend und absolut glaubwürdig. Ein kleines Manko für mich: An manchen Stellen wünschte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe in den Nebenfiguren, die wirkten stellenweise ein bisschen blass. Aber hey, das hat den Lesefluss nie wirklich gestört.
Wer auf intensive, emotionale Geschichten steht, die mit einem Hauch Gefahr und viel Herz geschrieben sind, der sollte „Comfort Zone“ definitiv eine Chance geben. Es ist kein Wohlfühlroman, sondern einer, der im Kopf bleibt. Meine Bewertung: solide 4 von 5 Sternen – weil es mehr als nur eine typische Liebesgeschichte ist, aber noch Luft nach oben bleibt.
Ein Buch, das du nicht aus der Hand legen willst, wenn du dich gerne von starken Gefühlen packen lässt.