Wenn dir das hier gefiel …
Madame le Commissaire und die Mauer des Schweigens
Key Facts
Kritik
Kaum hat man „Madame le Commissaire und die Mauer des Schweigens“ aufgeschlagen, fühlt man sich direkt mitten in der sonnenverwöhnten Provence – Duft von Lavendel und das Rauschen der Zypressen inklusive. Kommissarin Isabelle Bonnet steht vor ihrem 10. Fall: Beim Abriss eines alten Ferienhäuschens wird ein eingemauertes Skelett entdeckt, das auf einen gewaltsamen Tod hindeutet. Während Isabelle sich eigentlich lieber aktuellen Fällen widmen würde, zieht sie das Rätsel um den Cold Case magisch in seinen Bann, zumal ihr Maler-Freund Nicolas plötzlich spurlos verschwindet und ein Hilferuf aus Marokko die Lage zusätzlich verkompliziert.
Isabelle ist eine angenehm bodenständige Figur, die trotz der idyllischen Kulisse echte Ecken und Kanten zeigt – das macht sie glaubwürdig und sympathisch. Pierre Martins Schreibstil ist dabei typisch entspannt, erzählt mit einer leichten Prise Humor und viel Gespür für Atmosphäre. Liebhaber von Cozy Crime kommen hier definitiv auf ihre Kosten, denn die Mischung aus Spannung und Urlaubfeeling stimmt. Dass der Fall am Ende nicht mit voller Wucht zündet, liegt vor allem an ein paar langatmigen Passagen und gelegentlich seltsam altbacken wirkenden Dialogen, die etwas Tempo aus der Geschichte nehmen. Manche Leser:innen fühlten sich von zu viel Beziehungsdrama leicht gelangweilt – ich kann da mitfühlen, hätte ein bisschen weniger davon tatsächlich nicht geschadet.
Wer also auf der Suche nach einem locker-leichten Krimi mit malerischem Setting und einer Kommissarin zum Wohlfühlen ist, wird hier gut bedient – perfekte Lektüre für entspannte Stunden auf der Terrasse oder den Balkon. Anspruchsvollere Spannungsjunkies könnten allerdings ein wenig zähes Tempo und ein paar Stolpersteine im Erzählfluss als nervig empfinden.
Insgesamt ein solider Provence-Krimi, der mit Charme punktet, aber eben auch seine Schwächen hat – genau richtig für alle, die sanften Krimi-Genuss ohne hektische Thrillerei schätzen.
3 von 5 Sternen
Klappentext
Ein eingemauertes Skelett lässt die Arbeiter beim Abriss eines alten Ferienhäuschens im zauberhaften Fragolin in der Provence vor Schreck erstarren. Ein Loch in der Schädeldecke lässt keinen Zweifel daran, dass das Opfer eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Isabelle Bonnet übernimmt den Fall eher widerwillig – schließlich widmet sie ihre Aufmerksamkeit lieber aktuellen Verbrechen. Außerdem bereitet ihr das geheimnisvolle Abtauchen ihres Maler-Freundes Nicolas zunehmend Sorgen. Plötzlich erreicht sie ein Hilferuf aus Marokko ….
Im Fall des Skeletts führt eine erste Spur zu einem zwielichtigen Finanzberater. Fluchtgefahr ausgeschlossen: Er sitzt im Gefängnis. Doch die Ermittlungen kommen ins Stocken. Sie stoßen auf eine Mauer des Schweigens …
Ein Provence- und Cold-Case-Krimi mit viel Atmosphäre und einer charakterstarken Kommissarin
Mit seinen spannenden Wohlfühlkrimis aus der Provence landet Pierre Martin einen Bestseller nach dem anderen. Die Krimi-Reihe »Ein Fall für Isabelle Bonnet« verbindet spannende Fälle, liebevoll gezeichnete Figuren und den unvergleichlichen Zauber der Provence zur perfekten Urlaubslektüre.
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