Wenn dir das hier gefiel …
Ein fast perfektes Team
Key Facts
Kritik
Schon nach den ersten Seiten fühlt man sich fast mittendrin im chaotischen Plan von Norbert und seinen Freunden – ein bisschen rebellisch, ein bisschen verzweifelt, aber vor allem unglaublich menschlich. „Ein fast perfektes Team“ erzählt von einem kühnen Kunstbetrug, der nicht nur Geld, sondern auch das Gewissen und Herz der Protagonisten auf die Probe stellt. Norbert möchte sich gegen den skrupellosen Bankchef Kai Wenderick rächen und nimmt dabei eine riskante Abkürzung – doch wie so oft läuft kaum etwas so glatt, wie man es sich wünscht.
Die Figuren sind wunderbar unperfekt, sympathisch und mit einem charmanten Augenzwinkern gezeichnet. Besonders Estrella, die attraktive Katalanin, bringt nicht nur frischen Wind, sondern auch einen Hauch von Barcelona-Feeling ins Geschehen – man spürt fast den Duft der Stadt und das spanische Flair. Katharina Kohal schreibt locker und mit einer guten Portion Humor, was das Lesen leicht macht und oft für ein Schmunzeln sorgt. Trotz des ernsten Hintergrunds der Geschichte verliert sie nie das Feingefühl für die menschlichen Schwächen und Zwischentöne.
Was mir gut gefallen hat, ist, dass der Roman nicht nur ein Thriller um Kunstbetrug ist, sondern auch die Frage stellt, wie weit man für Gerechtigkeit und Loyalität gehen kann. Allerdings hätte die Handlung hier und da noch etwas mehr Tempo vertragen können – an manchen Stellen zieht es sich ein wenig und man wartet fast auf den nächsten Kniff oder eine unerwartete Wendung. Aber das tut der insgesamt spritzigen und sympathischen Erzählweise keinen Abbruch.
Wer Lust auf eine Mischung aus cleverem Krimi, einem Hauch Liebe und einem Ausflug in die bunte Welt des Kunstbetrugs hat, der wird hier auf seine Kosten kommen. „Ein fast perfektes Team“ ist kein Thriller, der komplett nervezerfetzend ist, sondern eher eine angenehm unterhaltsame Geschichte über Menschen, die sich zusammentun, um es mit dem großen Bösewicht aufzunehmen – dabei aber auch mit sich selbst ins Reine kommen müssen.
4 von 5 Sternen — weil das Team fast perfekt ist und dieser Roman vor allem Spaß macht, ohne zu überfordern. Ideal für alle, die gerne mitfiebern, aber auch mal lachen wollen.
Klappentext
Sie hätten ihren riskanten Coup noch abbrechen können, doch irgendwann gab es kein Zurück mehr. Wider besseres Wissen und gegen ihr Gewissen führen Norbert und seine Freunde ihren Plan aus. Denn die Aussicht, an dem skrupellosen Bankchef Kai Wenderick Vergeltung auszuüben, ist zu verlockend. Das aus dem Betrug erzielte Geld soll Norbert als Entschädigung für dessen persönlich erlittenen finanziellen Verlust dienen.
Zunächst scheint alles zu gelingen. Doch sie haben ihren Widersacher unterschätzt und nicht damit gerechnet, dass die Liebe ins Spiel kommt.
Der Roman ist mit einem Augenzwinkern und einer Prise Humor geschrieben, wobei die Sympathien in diesem Fall auf Seiten der Betrüger liegen. Bei der Durchführung ihres Coups erfahren sie ein paar Aspekte über den Kunstbetrieb und lernen durch die attraktive Katalanin Estrella auch ein wenig von Barcelona kennen.