Wenn dir das hier gefiel …
Eine zu viel
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es nur ein abgelegenes Haus und eine trauernde Familie, um die tiefsten Abgründe offenzulegen – genau das bietet „Eine zu viel“ von Samantha Hayes. Inmitten der schroffen Kulisse der schottischen Highlands finden sich Connie, ihre Töchter und deren Familien zusammen, um Abschied zu nehmen und vielleicht neue Wege zu finden. Doch statt Trost gibt es Misstrauen, altbekannte Konflikte und ein brisantes Geheimnis, das wie eine tickende Zeitbombe unter der Oberfläche lauert.
Das Herzstück dieses Thrillers sind die Charaktere, die alles andere als schwarz-weiß gezeichnet sind. Besonders Connie als matriarchale Figur mit ihren Ecken und Kanten hat mich beeindruckt – sie wirkt real, verletzlich und gleichzeitig stark genug, um die Spannung hochzuhalten. Hayes’ Erzählstil ist knackig, ohne überladen zu sein, wodurch sich die düstere Atmosphäre perfekt entfaltet und die Wendungen wirklich unvorhersehbar bleiben. Man fühlt sich fast selbst in jener frostigen Lodge, während man Seite um Seite verschlingt.
Klar, manchmal hätte ich mir etwas mehr Hintergrund zu einzelnen Figuren gewünscht, und der eine oder andere Plot-Twist wirkt stellenweise ein wenig konstruiert. Aber gerade diese kleinen Irritationen haben mich eher neugierig gemacht, wie Hayes das Ganze auflöst – und das hat sie wirklich gut hinbekommen. Die Kombination aus Psychothriller und Familiendrama macht das Buch zu einem cleveren Pageturner, der nicht nur Nervenkitzel, sondern auch ein Stück weit emotionale Tiefe bietet.
Wer Lust auf einen spannenden, atmosphärisch dichten Thriller mit Familiendramatik und einem Hauch von Highland-Feeling hat, ist bei „Eine zu viel“ richtig. Hier geht es weniger um grossflächige Action, sondern um das fein dosierte Aufbrauen zwischenmenschlicher Spannungen – genau mein Ding! Von mir gibt’s 4 von 5 Sternen, weil mich das Buch gekriegt hat, auch wenn es nicht perfekt ist. Ein klares „Daumen hoch“ für alle, die gern mitdenken und sich gern ein bisschen hinterfragen lassen.
Klappentext
Nach dem Tod des Familienvaters Ray lädt Mutter Connie ihre drei Töchter samt Partnern und Kindern in eine abgelegene schottische Lodge ein. Zehn Tage sollen sie dort verbringen: nachtrauern, zusammenrücken, vielleicht neu beginnen. Doch Connie hütet ein brisantes Geheimnis: Rays Testament – und die Wahrheit, die es an die Oberfläche bringen wird. Während Connie den richtigen Moment für ihre Offenbarung sucht, kippt die Stimmung wie das Wetter in den Highlands. Wer steht zu wem? Und was geschieht, wenn die größte Gefahr nicht draußen lauert, sondern mit am Tisch sitzt?
Ein abgeschiedenes Ferienhaus in den schottischen Highlands. Eine trauernde Familie. Und mehr als nur ein großes Geheimnis.Ein packender Psychothriller voller Twists, der bis zur letzten Seite in die Irre führtMeisterhaft verwebt Samantha Hayes Vergangenheit und Gegenwart zu einem spannenden Pageturner
»Ein absolut lesenswerter Thriller mit Sogwirkung – spannend, psychologisch raffiniert und mit einem atmosphärischen Setting. Samantha Hayes beweist, dass sie zur ersten Riege moderner Spannungsautorinnen gehört.«
Samantha Hayes bei dtv:
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