Wenn dir das hier gefiel …
Die Vergessene
Key Facts
Kritik
Manchmal packt einen ein Buch einfach sofort – „Die Vergessene“ von Karin Slaughter und Fred Kinzel hat genau diesen Effekt. Schon die ersten Seiten ziehen dich in eine kleine Küstenstadt im Jahr 1982, in der eine grausame Tat für immer verschwiegen wurde. Wer hier auf einen klassischen Thriller à la „Whodunit“ wartet, wird trotzdem positiv überrascht: Es geht nicht nur um den Mord an Emily Vaughn, sondern um die Atmosphäre des Schweigens, das Verdrängen und wie die Dorfgemeinschaft mit der Tragödie umgeht.
Die Handlung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, was der Geschichte eine richtig gute Dynamik verleiht. Andrea Oliver, die US-Marshal mit eigener Agenda, ist keine typische Ermittlerin, und gerade das macht sie so spannend. Slaughter und Kinzel zeichnen Figuren, die nicht aus einer Schablone stammen, sondern Ecken, Kanten und vor allem Tiefe haben. Der Schreibstil ist schnörkellos und trotzdem von einer gewissen Intensität geprägt – da wird nicht viel Drumherumgerede betrieben, sondern eine Szene nach der anderen zielsicher und bildhaft beschrieben. Ich konnte immer gut mitgehen, auch wenn die Handlung hin und wieder ihre kleinen Umwege nimmt.
Besonders cool fand ich, wie geschickt das Buch die düstere Stimmung einer verschlossenen Gesellschaft einfängt – diese Mischung aus Misstrauen, Angst und dem Wunsch nach Vergessen. Das schwingt die ganze Zeit mit, ohne dass es je zu schwer oder erdrückend wird. Allerdings bleibt der Thriller an manchen Stellen etwas vorhersehbar, was mich kurzzeitig etwas aus dem Lesefluss geholt hat. Auch hätte ich mir an ein paar Stellen noch mehr Überraschungsmomente gewünscht, denn „Die Vergessene“ setzt vor allem auf beklemmende Atmosphäre statt auf wilde Wendungen.
Wer also Lust auf einen Thriller hat, der nicht nur durch Plot, sondern auch durch Stimmung und Figuren überzeugt, macht mit diesem Buch garantiert nichts verkehrt. Für Fans von gut durchdachten Cold-Case-Geschichten mit einem Hauch Heimatdrama ist „Die Vergessene“ ein echter Volltreffer. Ich vergebe 4 von 5 Sternen – spannend, packend, aber eben mit kleinen Schwächen, die das Lesevergnügen jedoch kaum trüben. Klarer Tipp für alle, die eine intelligente Mischung aus Thriller und emotionaler Gesellschaftsstudie suchen!
Klappentext
Ein Mädchen mit einem Geheimnis ...
Ein kleiner Ort an der US-Ostküste, 1982: Sorgfältig macht sich die siebzehnjährige Emily Vaughn für ihren Abschlussball zurecht. Doch sie verbirgt ein Geheimnis, das ihr am Ende des Abends zum Verhängnis werden soll.
Ein ungelöster Mord ...
Nicht nur Emily wurde in der Horrornacht vor vierzig Jahren zum Schweigen gebracht. Ihre Freunde und Familie haben sich abgeschottet, die Gemeinde spricht nicht über das brutal ermordete Mädchen. Aber dem malerischen Küstenort steht ein gewaltiger Sturm bevor.
Eine letzte Chance, den Täter zu finden ...
US-Marshal Andrea Oliver ist aus scheinbar unverfänglichen Gründen in Longbill Beach: Sie soll eine Richterin vor Morddrohungen zu beschützen. Doch der Auftrag ist eine Tarnung. In Wirklichkeit ist Andrea auf den Spuren von Emilys Mörder – und sie muss die Wahrheit aufdecken, bevor sich die Tragödie des Jahrs 1982 wiederholt ...
»Ein mühelos gelungener Thriller« The Times
»Karin Slaughter [zeigt] erneut ihre Bestform.« Kulturnews
»Dieser Thriller liefert, was er verspricht. Er ist überraschend, berührend und spannend. Ich finde ihn absolut faszinierend« Adele Parks, Autorin von One Last Secret
»Gewohnt geschickt lässt Erfolgsautorin Slaughter die Handlung Haken schlagen, schickt Leserschaft und Ermittler gleichermaßen durch ein Labyrinth der Vermutungen und Anschuldigungen.« Axel Hill, Kölnische Rundschau
»Dieser erstklassige Detektivthriller ist ein düsteres, raffiniertes Juwel« Janice Hallett, Autorin von The Appeal
»Alles in allem hat mich das Buch von Anfang bis Ende wirklich gefesselt, auch weil der Schreibstil unglaublich mitreißend ist und ich unbedingt wissen wollte, was hinter dem Tod von Emily steckt.« feliz auf Vorablesen.de
»Ich mag Karin Slaughter, je spannender desto besser! Und hier hat sie wieder einen grandiosen Thriller hingelegt!!! Was ist mit der jungen Emily damals am Tag ihres Abschlussballs wirklich passiert? Wer hat sie so kaltblütig ermordet und warum?« Martina Dienstl, Buchhändlerin, auf NetGalley.de
»Erneut beweist Karin Slaughter ihr Gespür für lebensechte Charakterzeichnungen und einen Plot ohne überflüssigen Ballast.« Johannes Baumstuhl, Galore
»Sagenhaft spannende[r] Thriller der US-Autorin Karin Slaughter.« Morgenpost am Sonntag
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