Wenn dir das hier gefiel …
Tochter der Drachen - Fantasy
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es genau so eine Geschichte, die einem zeigt, wie viel Mut in einem stecken kann – selbst wenn die Welt einem lieber Steine in den Weg legt. „Tochter der Drachen“ von Sarah K. L. Wilson hat mich genau da abgeholt. Amel, unser Herzstück mit ihrem gebrochenen Bein, kämpft nicht nur gegen Vorurteile, sondern auch darum, endlich als mehr wahrgenommen zu werden. Und das, während sie sich in eine Welt wagt, die alles andere als sicher ist: die Drachenschule.
Die Handlung ist spannend, ohne dass man das Gefühl hat, vor lauter Drachen-Gedöns den Boden zu verlieren. Wilson hat eine feine Balance gefunden zwischen düsterem Kampfgeist und berührenden Momenten, die den Charakteren Tiefe geben. Amel selbst ist keine perfekte Heldin – im Gegenteil, genau das macht sie so menschlich und nahbar. Ihre Entschlossenheit ist ansteckend, und man fiebert von Anfang an mit ihr mit, auch wenn einige Szenen gern mal etwas zäher hätten ausfallen können. Aber hey, das ist meckern auf hohem Niveau.
Der Schreibstil ist locker, flüssig und bringt die Fantasyelemente ohne große Umschweife auf den Punkt. Ich konnte problemlos in die Welt eintauchen, als würde ich selbst auf einem Drachen sitzen und gegen alle Widerstände ankämpfen. Die Drachen sind dabei nicht nur coole Begleiter, sondern fühlen sich richtig lebendig an – was ja bei so fantastischen Kreaturen gar nicht so leicht ist.
Kritisch gesehen hätte ich mir manchmal mehr Tempo gewünscht, vor allem gegen Ende schleichen sich ein paar kleine Längen ein, die den Puls runterziehen. Aber wer starke Figuren liebt, die sich selbst erkämpfen, und eine Geschichte, die Mut macht, wird hier definitiv fündig.
Kurz gesagt: „Tochter der Drachen“ ist eine lohnenswerte Fantasy-Reise mit Tiefgang, die zeigt, dass das wahre Abenteuer oft im eigenen Inneren beginnt. Wer also Lust auf Drachengeschichten mit Herz, Kampfgeist und einer Heldin zum Anfeuern hat, sollte bei Amels Reise unbedingt dabei sein.
4,5 von 5 Sternen – eine mutige Empfehlung für alle, die mehr wollen als nur Drachenflügel.
Klappentext
"Nimm es nicht persönlich, aber niemand von uns will sich mit dir anfreunden. Wir wissen alle, dass du in den ersten paar Stunden sterben wirst."
Seit sie als Kind einen Unfall erlitt, hat Amel ein steifes Bein.
Und seit diesem Tag dreht sich ihr ganzes Leben um diese Tatsache. Andere ignorieren, verachten, oder schlimmer noch bemitleiden sie. Aber keiner lässt sie auch nur für eine Sekunde vergessen, dass sie das Mädchen ist, das nicht richtig laufen kann.
Amel hat genug davon.
Sie entscheidet sich etwas Radikales zu versuchen. Denn jeder, egal ob arm oder reich, egal ob hübsch oder hässlich, egal ob gesund oder ein Krüppel, darf sich den Drachenreitern anschließen.
Allerdings überleben nur die wenigsten diese Entscheidung. Und als Amel in der Drachenschule auftaucht, gibt ihr niemand die geringste Überlebenschance.
Doch zur Überraschung aller verfügt Amel über eine besondere Verbindung zu den wilden Bestien.
Denn Amel ist weit mehr als nur das Mädchen mit dem schlechten Bein.
Sie ist eine wahre Drachenreiterin.
Sie ist die Tochter der Drachen