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Nachtschatten
Key Facts
Kritik
Mit „Nachtschatten“ nimmt Kristina Ohlsson uns mit auf eine Reise in die düsteren Ecken einer Schäreninsel, wo Spannung und Geheimnisse in der Luft liegen wie der kühle Frühlingsnebel. Für alle, die Krimis lieben, die mehr als nur Verbrechen bieten – hier trifft Familie auf alte Wunden, Hochzeit auf menschliche Abgründe, und das Ganze in einer Atmosphäre, die sich beharrlich in die Knochen frisst.
Im Mittelpunkt stehen Maria und August, die mit ihren ganz eigenen Dämonen kämpfen. Während August sich daranmacht, längst vergessen geglaubte Geheimnisse aufzudecken, wird Maria von unheilvollen Nachrichten aus ihrer Vergangenheit eingeholt. Ihre Dynamik macht richtig Spaß zu verfolgen, vor allem weil Ohlsson es schafft, die Figuren vielschichtig und lebendig zu zeichnen – keine eindimensionalen Helden, sondern echte Menschen mit Fehlern und Ecken. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, ohne künstlich zu wirken, und schafft es, die Spannung immer wieder geschickt wachsen zu lassen.
Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, einfach weil man wissen will, wie all das zusammenhängt und was in dieser kalten Nacht auf Guleskär eigentlich passiert ist. Das Kopfkino hat definitiv funktioniert. Ein kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Tempo gewünscht, gerade in der Mitte zieht sich die Handlung minimal. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, weil die Charaktere und das Setting dafür voll kompensieren.
Wer Lust auf einen nicht alltäglichen Krimi mit persönlicher Note hat, der wird hier bestens bedient. „Nachtschatten“ überzeugt mit einer spannenden Mischung aus Familie, Vergangenheit und kriminalistischer Raffinesse – perfekt für alle, die es gerne ein bisschen düster und menschlich komplex mögen.
4 von 5 Sternen – weil es spannend, atmosphärisch und rundum sehr gelungen ist, auch wenn es ab und zu ein kleines Tempoloch gibt. Absolute Leseempfehlung für Krimifreunde, die Geschichten mit Herz und Tiefgang schätzen!
Klappentext
In Hovenäset laufen die Vorbereitungen für die Hochzeit von August und Maria auf Hochtouren. Ihre Freude wird jedoch überschattet: Denn August hat sich in den Kopf gesetzt, ein lange verborgenes Familiengeheimnis zu lüften, und stößt auf Widerstand. Unterdessen erhält Maria verstörende Nachrichten. Könnten diese mit einem ihrer früheren Polizeifälle zusammenhängen? Dann wird in einer kalten Nacht auf der Insel Guleskär eine Frau beobachtet, die in Panik flüchtet. Als Maria und ihr Kollege Ray-Ray Nachforschungen anstellen, machen sie eine grausige Entdeckung. Was geschah in dieser Nacht?
Können Sie nicht genug bekommen von August Strindberg? Lesen Sie in "Die Tote im Sturm", wie er nach Hovenäset kam.