INSELhimmelblau
Key Facts
Kritik
Manchmal reicht ein einzelner Blick gen Himmel, um das Grau aus dem Leben zu vertreiben – zumindest fühlt es sich bei „INSELhimmelblau“ von Stina Jensen genau so an. Svea steckt fest, eingefangen in ihrer Trauer und dem alltäglichen Stillstand, bis plötzlich Sebastian und seine Kinder in ihr Leben treten und es richtig lebendig wird. Was folgt, ist eine Geschichte von leisen Veränderungen, neuen Chancen und der Kraft, aus alten Schatten herauszutreten.
Die Handlung spielt vor der malerischen Nordseekulisse von Langeoog, die so wunderbar atmosphärisch beschrieben ist, dass man fast selbst den salzigen Wind spürt. Svea ist keine perfekte Heldin, was das Buch sofort nahbar und echt macht – sie hadert, sie zweifelt, aber sie wächst auch still und beständig. Sebastian bringt einen frischen Wind mit, nicht nur ins Haus, sondern ins ganze Leben, und die Kinder sorgen für die nötige Portion Chaos und Wärme. Stinas Schreibstil ist unkompliziert, lebendig und mit einer Prise Humor gewürzt, sodass man locker durch die Seiten fliegt.
Besonders spannend fand ich, wie die Autorin das Thema Verlust und Neuanfang miteinander verknüpft, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Der rätselhafte Fund aus Sveas Familiengeschichte sorgt für einen subtilen Spannungskick, der das Buch wunderbar abrundet. Einzig an der ein oder anderen Stelle hätte ich mir etwas weniger Vorhersehbarkeit gewünscht – ein kleiner Twist mehr hätte dem Ganzen den letzten Pfiff gegeben.
Wer auf bewegende Geschichten mit authentischen Figuren und einer Prise nordischer Melancholie steht, liegt hier goldrichtig. „INSELhimmelblau“ eignet sich perfekt für entspannte Lesestunden, in denen man sich voll und ganz fallen lassen möchte.
Vier Komma fünf Sterne von mir – eine schöne Mischung aus Herz und Himmel, die man nicht so schnell vergisst.
Klappentext
Svea mag gar nicht mehr von ihrem Bett im Haus hinterm Deich aufstehen. Seitdem Jan ausgezogen ist, starrt sie nur noch durchs Dachfenster in den Langeooger Himmel. Und der ist grau und bedeckt.
Erst als der alleinerziehende Sebastian mit seinen Kindern auftaucht und Sveas Wohnung als Notunterkunft benötigt, muss sie sich aufraffen. Plötzlich kommt Schwung ins Haus, und es dauert nicht lange, bis sie neuen Lebensmut spürt. Auch der Himmel strahlt mit einem Mal hell und blau.
Endlich findet sie sogar die Kraft, die Hinterlassenschaften ihrer Großeltern durchzusehen. Als sie dabei einen rätselhaften Fund macht, erhält ihre Welt neue Risse - doch Sebastian sichert ihr seine liebevolle Unterstützung zu. Und auch Jan meldet sich aus der Funkstille zurück ...
Die Romane der INSELfarben- und GIPFELfarben-Reihe sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.
Die chronologische Reihenfolge der Romane:
Inselblau (Svea, Langeoog und Mallorca), Inselgrün (Wiebke, Irland), Inselgelb (Claire, Island), Inselpink (Ida, Mallorca), Inselgold (Amanda, Rügen), Gipfelblau (Annika, Zermatt), Gipfelgold (Mona, Bad Gastein), Gipfelrot (Valerie, Schottland), Inseltürkis (Terry, Sardinien), Inselrot (Sandra, Sylt), Gipfelpink (Susa, Teneriffa), Inselhimmelblau (Svea, Langeoog), Gipfelglühen (Sebastian, Allgäu), Inselorange (Vicky, Sizilien), Inselblueberry (Wiebke, Long Island)
Außerdem: »Plätzchen, Tee und Winterwünsche«, »Misteln, Schnee und Winterwunder«, »Sterne, Zimt und Winterträume«, »Muscheln, Gold und Winterglück«, »Vanille, Punsch und Winterzauber«, »Mondschein, Flan und Winterherzen«, »Engel, Blues und Winterfunkeln«, »Pancakes, Samt und Winterglanz«, »Leuchtturm, Scones und Winterliebe« »Sommertraum mit Happy End«, »Stürmisch verliebt«, »Meersüchtig verliebt«, »Meerglück, friesisch blau«, »Meerglück, muschelweiß« Spannung und Gefühl vor bedrückender Küstenkulisse: Die Levke-Sönkamp-Reihe – Privatermittlerin mit stolperndem Herzen: Möwentrauer, Möwenschuld, Möwenzorn