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Schweden
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Satz nimmt Rebecca Ratliff einen mit auf eine turbulente Reise, die mehr ist als nur ein Ortswechsel – hier geht’s direkt ans Eingemachte, mitten ins Chaos und die Gefühle. „Schweden“ ist ein Buch, bei dem man sofort spürt: Hier steckt ordentlich Leben drin.
Im Mittelpunkt steht eine Ich-Erzählerin, die sich spontan mit ihrem umwerfenden Klienten auf den Weg nach Schweden macht. Die Stimmung ist ein herrliches Durcheinander aus Anziehung, Reibungen und Geheimnissen. Fredrick, der knifflige Typ mit der nervigen Attitüde, sorgt für ordentlich Spannung und bringt die Handlung zum Knistern, auch wenn man ihn gern mal durchschütteln möchte. Der Onkel dagegen bringt eine sympathische Leichtigkeit ins Spiel, die für einen angenehm überraschenden Kontrast sorgt.
Ratliffs Schreibstil ist locker, direkt und ohne viel Schnickschnack – gerade so, als würde die Protagonistin einem persönlich beibringen, was gerade los ist. Das macht das Lesen leicht und rasant, ohne dass du das Gefühl hast, dass tiefergehende Gefühle oder Charakterentwicklung auf der Strecke bleiben. Im Gegenteil, die Figuren sind greifbar, wenn auch manchmal ein bisschen zu typisch.
Was mir gefehlt hat, war hin und wieder etwas mehr Tiefe in der Handlung – ab und zu gibt’s Momente, die sich stellenweise ein wenig gehetzt anfühlen. Aber hey, das passt auch irgendwie zum Roadtrip-Feeling und der dadurch erzeugten Energie. Wer also nach einem Buch sucht, das weder langatmig noch zu verzettelt ist, sondern direkt ins Herz (und manchmal ein bisschen ins Chaos) trifft, ist hier genau richtig.
Kurz: „Schweden“ ist ein spritziger, lebendiger Roman mit Ecken und Kanten, der wunderbar unterhält – perfekt für alle, die gerne inmitten von Spannung, kleinen Dramen und charmanten Figuren eintauchen wollen, ohne sich zu verheddern.
Bewertung: 4 von 5 Sternen.
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