Wenn dir das hier gefiel …
Der kleine König und Prinz Dupont
Key Facts
Kritik
Manchmal sind es gerade die ungewöhnlichen Freundschaften, die Herzen berühren – und genau das erlebt man in „Der kleine König und Prinz Dupont“. Hedwig Munck hat eine Geschichte geschaffen, die nicht nur kindgerecht erzählt, sondern dabei auch tief ins Thema Dup15q-Syndrom eintaucht. Im Mittelpunkt steht der kleine König, der mit seiner unvergleichlichen Ruhe und Offenheit für seine tierischen Freunde glänzt. Als Prinz Dupont zu Besuch kommt, wird schnell klar: Hier läuft nichts wie gewohnt. Seine Eigenarten, vom ständigen Wiederholen bis zum lauten Schreien, bringen ganz neue Herausforderungen – aber auch ein großes Maß an Verständnis und Akzeptanz.
Was mich richtig begeistert hat, ist die Verbindung von erzählerischem Charme und informativer Aufklärung. Muncks Stil ist leicht und lebendig, ohne dabei den nötigen Respekt vor dem sensiblen Thema zu verlieren. Die Figuren wirken authentisch, der kleine König ist dabei so einladend und warmherzig, dass man sich sofort wohlfühlt. Hier wird nicht „anders sein“ als Defizit dargestellt, sondern als eine Facette, die das Leben bunter macht. Genau diese positive Haltung macht das Buch besonders wertvoll, nicht nur für betroffene Familien, sondern für alle Leser:innen, die mehr über Diversität und Inklusion erfahren wollen.
Klar, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte etwas mehr Tempo oder Überraschungen hätte – sie ist zwar charmant, aber eher ruhig und sanft erzählt. Doch gerade dieser Tonfall passt eben wunderbar zum Thema, auch wenn der Einstieg vielleicht nicht jedem sofort ins Auge springt. Das begleitende Sachkapitel rundet das Ganze sinnvoll ab und macht das Buch zu einem cleveren Mix aus Erzählung und Wissen.
Fazit: Wer neugierig auf einfühlsame Geschichten ist, die kleine Brücken zwischen Unterschied und Gemeinschaft schlagen, wird hier fündig. Hedwig Munck zeigt, wie wichtig es ist, Menschen genau so zu akzeptieren, wie sie sind – und das macht das Buch zu einer echten Herzensangelegenheit. Für alle, die mit Kindern ins Gespräch kommen wollen, ohne Angst vor komplizierten Themen, ist „Der kleine König und Prinz Dupont“ definitiv eine Empfehlung wert.
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Klappentext
Zur Geschichte: Der kleine König kennt sich aus mit ungewöhnlichen Freunden und versteht seine Tiere auch ohne Worte. Diesmal kommt mit Prinz Dupont aber ein ganz ungewöhnlicher Junge ins Schloss. Er wiederholt alles, kann schreien wie ein Baby oder ist schlabberig wie Wackelpudding. Es läuft also alles ganz anders als geplant! Trotzdem wird es ein schöner Tag, weil der Gastgeber neugierig und positiv die Eigenarten seines Besuchers akzeptiert.