Wenn dir das hier gefiel …
G. F. Unger Western-Bestseller 2783
Key Facts
Kritik
Man merkt sofort: Hier trinken harte Kerle an staubigen Pokertischen, und das Glück sitzt am Ende doch selten auf der Seite der Vernunft. G. F. Unger nimmt uns mit auf eine Zäsur in El Paso, wo der Adrenalinpegel beim Draw Poker bis unter die Haut steigt – ein echter Showdown zwischen Risiko und Kalkül. Die Erzählebene ist so direkt und greifbar, dass man sich selbst am Tisch wähnt, den Herzschlag spürt und mitfiebert, ob am Ende der Einsatz das Leben wert ist.
Die Hauptfigur – ein zäher, cleverer Spieler, der weiß, wann man auf Risiko schaltet und wann der gesunde Menschenverstand das Steuer übernimmt – zieht einen sofort in seinen Bann. Ungers knackiger, schnörkelloser Stil kommt genau richtig: Kein literarischer Blabla, sondern pure Western-Action, die mit jedem Satz an Tempo gewinnt. Die geschilderte Spannung beim Poker-Game ist so dicht, dass man fast denken könnte, selbst den Staub der Spielkarten riechen zu können.
Einziger kleiner Wermutstropfen: Für Fans tiefgründiger Charakterentwicklungen oder ausufernder Handlungsstränge könnte das Ganze ein bisschen simpel wirken – hier steht der Nervenkitzel klar im Vordergrund, nicht das dramatische Seelendrama. Aber genau das macht doch auch den Charme dieses Western-Bestsellers aus, oder?
Fazit: Wer Lust auf Spannung mit messerscharfem Verstand, rauer Westernstimmung und einem gelungenen Poker-Klatsch hat, ist hier goldrichtig. Schnappt euch das Buch, lehnt euch zurück und lasst euch von Unger in eine Welt entführen, in der jeder Einsatz zählt.
** (4 von 5 Sterne)