Wenn dir das hier gefiel …
Madame le Commissaire und der tote Liebhaber
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es nicht mehr als den Duft von Lavendel, das Zirpen der Zikaden und eine gehörige Portion südfranzösisches Flair, um in einen Krimi einzutauchen – genau das liefert Pierre Martin mit „Madame le Commissaire und der tote Liebhaber“. Die idyllische Provence wird hier jäh aus ihrem Sommerschlummer gerissen, als der beliebte Bürgermeister Thierry tot aufgefunden wird. Kommissarin Isabelle Bonnet, deren Beziehung zu ihm kompliziert war, steht plötzlich nicht nur vor einem rätselhaften Mord, sondern auch vor persönlichen Herausforderungen, die die Ermittlungen umso intensiver machen.
Isabelle ist eine Figur, die man schnell ins Herz schließt: durch ihre ruhige, beharrliche Art wirkt sie glaubwürdig und nahbar, während ihr Assistent Apollinaire mit seiner aufgeschlossenen und manchmal leicht chaotischen Art für angenehme Abwechslung sorgt. Das Zusammenspiel der beiden macht den Krimi lebendig und sorgt dafür, dass man gern immer wieder eine Runde an der provenzalischen Côte d’Azur dreht. Martin schreibt unkompliziert, locker und gleichzeitig präzise – kein langweiliges Fachchinesisch oder aufgeblasene Dramatik, sondern eine Erzählweise, die die richtige Balance hält zwischen Spannung und entspanntem Urlaubsfeeling.
Was mir besonders gefallen hat, ist die gelungene Mischung aus authentischer Landschaftsbeschreibung und einem verzwickten Fall, der trotz der scheinbaren Idylle viel komplexe Dynamik bietet. Ein kleiner Kritikpunkt: Manche Nebenfiguren hätten ruhig etwas mehr Tiefe vertragen können, und an einigen Stellen hätte die Handlung etwas flotter voranschreiten dürfen. Aber hey, das schmälert den Lesespaß nicht wirklich.
Wer also Lust auf einen gut konstruierten Cozy Crime hat, der ohne blutrünstige Ausschweifungen auskommt, dabei aber nicht auf eine spannende Mordermittlung verzichten will und sich gern von der südfranzösischen Sonne verwöhnen lässt, der ist hier goldrichtig. Ein solides Krimi-Erlebnis, das sowohl zum Schmökern auf der Terrasse als auch auf der Couch bestens geeignet ist.
4 von 5 Sternen – ein atmosphärischer Krimi, der entspannt unterhält und perfekt für Fans von charmanten Ermittlergeschichten in malerischer Kulisse ist.
Klappentext
Band 6 der erfolgreichen Krimi-Reihe entführt uns in das malerische Provence-Dorf Fragolin. Untermalt vom Summen der Zikaden und Lavendelduft gleiten die Tage in Fragolin in der Provence friedlich vorüber. Bis das Undenkbare geschieht und das Städtchen jäh aus dem sanften Sommerschlummer reißt: Eines Morgens findet man den Bürgermeister Thierry – tot, mit durchschnittener Kehle. Zwar waren er und Kommissarin Isabelle Bonnet schon länger kein Paar mehr, dennoch trifft sein Tod Isabelle zutiefst.
Urlaubsflair, liebenswerte Figuren und ein unerwarteter Mord: Band 6 der Spiegel-Krimi-Bestsellerreihe
Dabei werden gerade jetzt die Fähigkeiten von Madame le Commissaire gebraucht, denn am Tatort gibt es keine brauchbaren Spuren. Und wer sollte schon einen Grund gehabt haben, den beliebten Bürgermeister zu ermorden? Ihre Nachforschungen führen Isabelle zum Tatort nach Sanary-sur-Mer, jenem Küstenort, in dem in den Dreißiger und Vierziger Jahren viele deutsche Künstler und Intellektuelle Zuflucht gefunden haben.
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