Bernsteinmord
Key Facts
Kritik
Schon die ersten Seiten von „Bernsteinmord“ haben mich voll in ihren Bann gezogen – diese morbide Atmosphäre auf der Insel Rügen, garniert mit einem richtig gut konstruierten Kriminalfall, hat sofort mein Kopfkino gestartet. Ein Touristenpaar entdeckt eine grausam ermordete Frau, und plötzlich sind wir mittendrin in einem Puzzle aus Geheimnissen, Abgründen und unerwarteten Wendungen.
Die Geschichte dreht sich um Kommissarin Romy Beccare und ihren Chef Jan Riechter, die nicht nur einen Mordfall, sondern gleich mehrere verschwundene Personen aufklären müssen – das Ganze fühlt sich an wie ein kaltblütiger Thriller, aber mit viel Herz und Charakter. Romy ist keine typisierte Ermittlerin, sondern wirkt authentisch, mit Ecken und Kanten, was das Lesen sehr angenehm macht. Katharina Peters‘ Schreibstil ist dabei erfrischend klar und flüssig, ohne Schnörkel, aber mit genug Details, damit man sich die düstere Landschaft, die Schatten und die Emotionen richtig gut vorstellen kann. Man merkt, hier hat jemand Ahnung von der Szenerie und den Figuren.
Was mich richtig positiv überrascht hat: Der Fall strickt sich ganz langsam, aber spannend zusammen, gerade wenn man denkt, man hat einen Verdacht, schubst die Autorin mit einem Twist alles wieder um. Zugegeben, manchmal zieht sich der Plot an manchen Stellen etwas, besonders wenn man auf eine schnelle Auflösung hofft – das Tempo könnte gelegentlich knackiger sein. Aber ehrlich gesagt stört das nicht den großen Lesespaß, da man ja genau deswegen mit Rätseln spielt.
Kurzum: Wer Lust auf einen atmosphärisch dichten, cleveren Krimi mit sympathischen Ermittlern und einer Prise Insel-Flair hat, ist hier goldrichtig. „Bernsteinmord“ ist definitiv ein Buch, das man nicht einfach so weglegt. Ich vergebe solide 5 von 5 Sternen – Spannung und Wohnfühlfaktor haben hier grandios zusammengepasst.
Klappentext
Kommissarin Romy Beccares bisher schwerster Fall