Wenn dir das hier gefiel …
Todesfalle
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Kapitel hat mich die Geschichte gepackt — nicht mit dickem Thriller-Herzklopfen, sondern mit einem feinen, nervösen Ziehen im Magen, das immer stärker wurde.
Worum es geht: Die verdeckte Ermittlerin Emma Klar soll nur kurz aushelfen, auf Bitten der Staatsanwältin Ulrike Steiner einen verschwundenen Mann namens Rico zu suchen. Rico arbeitete als Callboy und taucht wenig später tot auf einem Betonschiff auf. Ein Zeuge behauptet, Steiner sei einer der letzten Menschen gewesen, die Rico gesehen haben — oder stimmt diese Aussage nicht? Emma wühlt sich durch Lügen, halbe Wahrheiten und Geheimnisse, bis ein weiterer Mord alles noch komplizierter macht. Mehr verrate ich nicht, aber Spannung ist definitiv vorhanden.
Emma Klar ist eine Figur, die man schnell ins Herz schließt: tough, abgeklärt, aber nicht unverwundbar. Peters schenkt ihr kleine, menschliche Momente — Müdigkeit, Wut, Zweifel — die sie glaubhaft und nahbar machen. Ulrike Steiner bleibt ambitioniert und ambivalent genug, um Misstrauen zu säen, und die Nebenfiguren sind so gezeichnet, dass sie nie nur Staffage sind, auch wenn manche mehr Raum verdient hätten. Rico selbst ist weniger eine Person als ein Katalysator, dessen Tod die verschiedenen Abgründe offenlegt.
Was mir besonders gefallen hat: Katharina Peters schreibt schnörkellos und präzise, mit einem guten Gespür für Tempo. Die Szenen sind atmosphärisch, das Lokalkolorit sorgt für Bodenhaftung — man riecht quasi das Hafenwasser, ohne dass die Autorin in Klischees versinkt. Dialoge sitzen, Ermittlungsarbeit wirkt fundiert, und immer wieder gibt es kleine, scharfsinn
Klappentext
Hochspannend und mit viel Lokalkolorit erzählt – der neue Bestseller von Katharina Peters.