Wenn dir das hier gefiel …
Das Gegenteil von wild (Clover Park: Die O’Hare-Familie 1)
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es genau die richtige Mischung aus Chaos und Kontrolle, um eine Geschichte so richtig lebendig werden zu lassen – und „Das Gegenteil von wild“ trifft diesen Nerv auf den Punkt. Ex-Cop Ryan O’Hare und die ziemlich verklemmte Liz Garner könnten kaum unterschiedlicher sein, doch gerade dieses Spannungsfeld macht den Charme des Buches aus. Ryan, der mit seinem rauen Charme und der rebellischen Oma, die ihm auf der Harley davonbraust, für ordentlich Wirbel sorgt, trifft auf Liz, die sich mit eiserner Disziplin durchs Leben manövriert – und plötzlich wird nichts mehr so einfach, wie es scheint.
Im Kern geht’s um viel mehr als nur den typisch romantischen Knall zwischen zwei scheinbar unvereinbaren Charakteren. Die Geschichte spielt mit Erwartungen und verrät dabei nach und nach die kleinen, verborgenen Facetten seiner Figuren: Ryan, der mehr ist als nur ein draufgängerischer Macho, und Liz, deren strenge Fassade bröckelt, je öfter sie diesem Mann begegnet, der sie gleichzeitig nervt und zum Staunen bringt. Die Dialoge sind witzig, spritzig und haben diesen kleinen Funken Ehrlichkeit, der beim Lesen sofort ankommt. Kylie Gilmores Schreibstil ist dabei federleicht und trotzdem so präzise, dass man sich die schrägen Abendteuer mit Ryans Großmutter und dem Tango-Unterricht bildhaft vorstellen kann – eigentlich alles andere als Alltagstrott!
Was gefällt? Ganz klar, die Chemie zwischen den Protagonisten, die trotz aller Gegensätze glaubwürdig und mit Herz erzählt wird. Ich hab mich erwischt, wie ich mit Liz mitfieberte, wenn sie mal wieder versuchte, Ryans rebellische Seite zu zähmen – oder einfach nur loszulassen. Und die kleinen verrückten Momente, wie die Zipline-Action mit der Oma? Einfach herrlich! Da merkt man richtig, wie viel Spaß die Autorin beim Schreiben hatte.
Klar, ein kleiner Kritikpunkt: Die Handlung schleicht sich an manchen Stellen etwas gemächlich voran, wer auf rasante Plots hofft, könnte sich Fragen nach Tempo und Drive stellen. Aber das stört kaum, weil die Figuren und ihre Entwicklung so spannend sind und das Tempo schließlich mit jeder Seite zulegt.
„Das Gegenteil von wild“ ist genau das richtige Buch für alle, die Lust auf eine locker-flockige, aber trotzdem gefühlvolle Romanze haben – mit einem Hauch Abenteuer und einer Prise Chaos. Wer sich auf die O’Hares einlässt, erlebt eine charmante Lovestory, die einen nicht so schnell loslässt.
Vier Sterne plus halben Punkt, weil’s einfach Spaß macht und ein bisschen wild, aber vor allem echt ist. Absolute Leseempfehlung für Fans von sympathischen Figuren und Geschichten, die mehr zeigen, als man auf den ersten Blick erwartet.
Klappentext
Ex-Cop Ryan O‘Hare wirft einen Blick auf den zugeknöpften Kontrollfreak Liz Garner und schon erwacht das brennende Verlangen in ihm, sie locker zu machen. Denn eine Frau wie sie hat viel zu hohe Erwartungen. Ganz zu schweigen davon, dass sie quasi für ihn arbeitet, und er hat Liz nicht dafür eingestellt, auf seine Harley-stehlende Großmutter aufzupassen, um Liz in sein Bett zu bringen. Doch sie hat etwas an sich, eine verborgene wilde Seite, die ihn grübeln lässt, was dazu nötig wäre.
Liz muss verrückt sein, für diesen unsensiblen, arroganten, furchtbar … heißen Mann zu arbeiten, den sie jahrelang gemieden hat. Unglücklicherweise braucht sie jedoch das Geld und Ryans Großmutter braucht jemanden, der auf sie aufpasst (– mitternächtlicher Tangounterricht oder Zipline mit Oma gefällig?). Ryans seltenes Lächeln und seine geradezu überhebliche Selbstsicherheit lassen Liz zwischen dem Bedürfnis schwanken, ihm eine Flasche ihres Lieblings-Pino Grigio an den Kopf oder sich ihm an den Hals zu werfen. Wird der Kontrollfreak Liz einen Weg finden, sich für diesen toughen, unabhängigen Typen locker zu machen, der ihr schon einmal das Herz gebrochen hat?
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