Of Mice and Men
Key Facts
Kritik
Manchmal schlägt einem ein Buch mitten ins Herz, ohne laut zu sein – so ging es mir mit „Of Mice and Men“. John Steinbeck schafft es auf knappem Raum, eine Geschichte voller Sehnsüchte, Träume und Zerbrechlichkeit zu erzählen, die lange nachhallt. Es geht um George und Lennie, zwei Wanderarbeiter während der Great Depression, die damit ringen, irgendwo Wurzeln zu schlagen und ein Stückchen Normalität zu finden – klingt einfach, ist es aber wahrhaft bewegend.
George ist clever und abgeklärt, aber zugleich von einer tiefen Fürsorge erfüllt, während Lennie mit seiner kindlichen Stärke und seinem großen Herzen trotz aller Verständnisschwierigkeiten komplett in den Mittelpunkt rückt. Die Figuren sind so menschlich und ehrlich, dass man sie fast vor sich sieht und ihre Hoffnungen teilt. Steinbecks Sprache ist schnörkellos, prägnant und trotzdem poetisch; kein Wort zu viel, kein Gefühl unterdrückt. Das erinnert tatsächlich ein bisschen an Hemingway, nur eben mit eigenem, ganz besonderem Rhythmus.
Was mir besonders gefallen hat: die intensive Stimmung und dieser unterschwellige Schmerz, der einen nicht mehr loslässt. Die Geschichte wirkt dabei keinesfalls verstaubt, sondern geradezu zeitlos. Trotzdem gibt es natürlich auch Punkte zum Nachdenken – manche Passagen enthalten eine Sprache, die heute kritisch betrachtet wird, was mich aber eher darin bestärkt hat, das Buch im größeren historischen Kontext zu sehen.
Kritik? Für Leser, die es gerne ausführlich und detailliert mögen, könnte die Kürze des Romans etwas anstrengend sein. Und ja, es ist kein Feel-Good-Story-Buch, also mit Happy End in Sommerlaune sollte man besser nicht starten.
Insgesamt ein echtes Highlight mit großem Tiefgang, das trotz seiner Kürze voll einschlägt und zum Nachdenken einlädt. Wer Lust auf eine kurze, bewegende Lektüre hat, die unter die Haut geht, ist hier richtig.
4,5 von 5 Sternen.
Klappentext
Steinbeck based the novella on his own experiences working alongside migrant farm workers as a teenager in the 1910s (before the arrival of the Okies that he would describe in The Grapes of Wrath). The title is taken from Robert Burns' poem "To a Mouse", which reads: "The best laid schemes o' mice an' men / Gang aft agley". (The best laid schemes of mice and men / Often go awry.)
While it is a book taught in many schools, Of Mice and Men has been a frequent target of censors for vulgarity, and what some consider offensive and racist language; consequently, it appears on the American Library Association's list of the Most Challenged Books of the 21st Century.