Wenn dir das hier gefiel …
Ein unmoralisches Sonderangebot
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht man einfach eine Geschichte, die einen mit einem schelmischen Grinsen zurücklässt – und genau das liefert Kerstin Gier mit „Ein unmoralisches Sonderangebot“. Die Ausgangslage ist absurd, charmant und einfach herrlich komisch: Ein grantiger Patriarch will mit einer ungewöhnlichen Tauschaktion seine Söhne davon überzeugen, wie wertvoll ihre Partnerschaften sind. Was sich zunächst wie eine Schnapsidee anhört, entfaltet schnell Chaos, Irrungen und jede Menge Lachmomente.
Die Hauptfiguren, vor allem Olivia und Conny, haben jeweils ihren eigenen Charme – die eine verträumt, die andere zielstrebig. Kerstin Giers Schreibstil ist, wie gewohnt, leichtfüßig und voller Witz, ohne ins Klamaukhafte abzurutschen. Man spürt ihre Liebe fürs Detail und das Fingerspitzengefühl für die kleinen menschlichen Dramen zwischen den Zeilen. Die Dialoge sprühen vor Lebendigkeit, und die teils schrulligen Charaktere bringen die Geschichte wunderbar zum Leben.
Was mir besonders gefallen hat? Das Tempo! Das Buch liest sich so schnell, dass man kaum merkt, wie die Zeit vergeht – perfekte Unterhaltung für zwischendurch oder einen gemütlichen Abend. Hin und wieder ist die Prämisse vielleicht ein bisschen zu überzogen und wirkt an manchen Stellen ein wenig konstruiert, aber gerade das macht den besonderen Spaß aus. Es geht ja auch nicht um Realismus, sondern um das Spiel mit den „Was-wäre-wenn“-Momenten, die alle zusammenbringen.
Wenn du Lust hast auf einen Liebesroman, der sowohl Humor als auch Herz bietet, dabei locker flockig bleibt und sich nicht zu ernst nimmt, bist du hier goldrichtig. Ein kleiner Tipp: Wer klassische Dramen oder tiefschwere Geschichten sucht, sollte vielleicht eher nicht zugreifen – hier steht das Wohlfühlfeeling im Vordergrund.
Fazit: Ein temporeicher, witziger Roman, der mit einer ungewöhnlichen Idee und liebenswerten Figuren punktet. Für Fans leichter, charmant-chaotischer Lovestories absolut empfehlenswert. 4,5 von 5 Sternen.