Wenn dir das hier gefiel …
Küss mich, bitte Boss!
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es genau die richtige Portion Chaos und Herzklopfen, um eine Geschichte zum Leben zu erwecken – und „Küss mich, bitte Boss!“ hat das geschafft. Meg steckt in einer Zwickmühle: Als Künstlerin blockiert, sucht sie Halt im Bürojob, während ihr Herz plötzlich wieder für Zack schlägt, der gerade vor einer großen Veränderung steht. Ihre gemeinsamen Wege kreuzen sich auf charmante Weise, als Zack eine fingierte Freundin braucht – und Meg einspringt. Klingt nach Klischee? Ja, aber Nadine Schwartz peppt das Ganze mit so viel Humor und Authentizität auf, dass man sofort mittendrin ist.
Meg ist eine sympathische Protagonistin, deren Frust und Hoffnung man richtig spüren kann, ohne dass sie je zur nervigen Jammerfigur wird. Zack dagegen ist dieser eine Typ, der man einfach gernhaben muss – bodenständig, aber mit Ecken und Kanten. Der lockere, flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass sich die Seiten fast von selbst umblättern. Besonders gefiel mir, wie Schwartz das winterliche Setting lebendig werden lässt und den Figuren Raum gibt, sich wirklich zu entfalten.
Klar, die Story hat ihre Vorhersehbarkeitsmomente und hier und da wirken die Dialoge etwas konstruiert – das hat mich aber nicht wirklich gestört, weil die Chemie zwischen Meg und Zack so stimmig ist, dass man gerne darüber hinwegschaut. Vielleicht hätte man der Handlung an manchen Stellen etwas mehr Überraschungen gönnen können, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.
Wer also Lust auf eine wärmende, ehrliche Lovestory mit einer Prise Humor und dem angenehmen Gefühl von „Ach, das könnte wirklich passieren“ hat, der sollte bei „Küss mich, bitte Boss!“ unbedingt reinschauen. Für einen lockeren Romanabend auf der Couch genau das Richtige.
* (4 von 5 Sternen)