Wenn dir das hier gefiel …
The Keeper
Key Facts
Kritik
Es gibt diese Geschichten, die sich beim Lesen wie eine warme Decke anfühlen – „The Keeper“ von Hollis Shiloh gehört definitiv dazu. Die Idee, einen einsamen Leuchtturmwärter zu begleiten, der nach einem Sturm einen halb ertrunkenen Magier findet, klingt auf den ersten Blick vielleicht simpel, entfaltet aber eine überraschend zarte und zugleich spannende Atmosphäre.
Cole, der Leuchtturmwärter, ist bodenständig, zurückhaltend, aber mit einer inneren Stärke, die man sofort spürt. Der vergessliche Magier, der ohne Erinnerung auf der Insel landet, bringt nicht nur Magie ins Spiel, sondern auch eine große Portion Geheimnis und Verletzlichkeit. Die Entwicklung zwischen den beiden wirkt echt und ungekünstelt, genau das macht das Herzstück der Geschichte aus. Shilohs Schreibstil ist unkompliziert, fließt locker und bringt die Emotionen ganz ohne viel Tamtam direkt auf den Punkt – genau das Richtige, wenn man sich mal ganz ohne große Umwege auf eine süße Liebesgeschichte einlassen will.
Was mir besonders gefallen hat: Trotz der überschaubaren Länge (15.000+ Wörter) schafft Shiloh es, eine geschlossene und runde Story zu erzählen, die nicht in oberflächlichen Klischees versinkt. Ein kleines Manko vielleicht: Manche Spannungsmomente hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe vertragen können. Aber hey, für eine sanfte, romantische Auszeit auf ein oder zwei Abende ist das absolut verzeihlich.
Kurz gesagt: Wer Lust auf eine gefühlvolle, unkomplizierte Gay Romance hat, die mit einer Prise Mystery gewürzt ist, der sollte „The Keeper“ definitiv eine Chance geben. Ideal für Leser:innen, die es lieber süß und ruhig mögen, ohne großen Drama-Eskalationen.
4 von 5 Sternen – ein kleines, feines Lesehighlight für gemütliche Stunden!
Klappentext
He doesn't think the beautiful blond man could ever return his feelings. But everything is not as it appears—including the man's past. And someone might just want him dead.
A sweet gay romance
15,000 + words long