Im Schatten das Licht
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es genau die richtigen Worte zur richtigen Zeit, und Jojo Moyes schafft das mit „Im Schatten das Licht“ auf beeindruckende Weise. Dieses Buch ist eine dieser Geschichten, die dich mitnimmt – nicht nur gedanklich, sondern auch emotional, da fühlt man einfach mit. Im Kern erzählt es von der Suche nach Heimat und Geborgenheit, verpackt in das Leben der jungen Sarah, die nach einem schweren Schicksalsschlag plötzlich ganz allein dasteht, und Natasha, deren eigene Welt gerade ordentlich ins Wanken gerät.
Moyes’ Figuren sind tiefgründig, aber nie überladen – vor allem Sarah wirkt überraschend authentisch für ihre 14 Jahre. Henri Lachapelle, der ältere Großvater, der mit seiner ungewöhnlichen Art das Fliegen lehrt, bringt eine melancholische Note ins Buch, die mich wirklich berührt hat. Der Schreibstil fühlt sich dabei locker, fast schon wie ein Gespräch an, nur eben meisterhaft erzählt. Es ist, als würde man mit Freunden am Küchentisch sitzen und sich über Leben, Verlust und Liebe unterhalten.
Was ich besonders schätze: Die Geschichte schafft es, verschiedene Generationen und Themen – von Jugendrebellion und Verlust bis hin zu erwachsener Liebe – zu verbinden, ohne dass es künstlich wirkt. Und ja, es gibt Wendungen, die einem wirklich überraschen, gerade wenn man denkt, man hat den Dreh raus. Kleine Schwäche: Manchmal hätte die Handlung ein bisschen straffer sein können, hier und da zieht sich die Story etwas in die Länge. Auch der gelegentliche Perspektivwechsel lässt kurz den Fluss stocken, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Fazit: Wer Geschichten mag, die tief gehen, ohne zu schwer zu sein, und die einen mit einem warmen Gefühl zurücklassen, der liegt hier goldrichtig. Ein Buch, das zeigt, dass Familie mehr ist als nur Blutsbande – und genau deswegen so wertvoll. Ich gebe 4 von 5 Sternen – ein klares Ja an alle, die Lust auf eine berührende, ehrliche und dennoch leichte Lektüre haben.
Klappentext
In einer versteckten Ecke Londons bringt Henri Lachapelle seiner Enkelin und ihrem Pferd bei, der Schwerkraft zu trotzen, so wie er es fünfzig Jahre zuvor in Frankreich getan hat. Doch als es zu einem Schicksalsschlag kommt, ist die vierzehnjährige Sarah auf sich allein gestellt.
Natasha Macauley ist gezwungen, ein Haus mit ihrem charismatischen Ex-Mann zu teilen, und auch beruflich läuft es nicht rund für die Anwältin. Als sich ihr Weg mit dem von Sarah kreuzt, sieht sie eine Chance, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.
Aber sie ahnt nicht, dass Sarah ein Geheimnis hütet ... eines, das die Leben aller auf den Kopf stellen wird.
Familie, das sind die Menschen, bei denen wir uns zuhause fühlen. Auf ihre ganz eigene emotionale und gleichzeitig unterhaltsame Art schreibt Jojo Moyes über Familie: die, in die wir geboren werden, und die, die wir uns suchen.