Wenn dir das hier gefiel …
Die Summe aller Dinge
Key Facts
Kritik
Kaum hatte ich mit „Die Summe aller Dinge“ angefangen, war ich sofort mittendrin in einem undurchsichtigen Netz aus Macht, Verrat und verzweifelter Suche – genau die Art von Spannung, die man kaum aus der Hand legen will. Oliver Bottini nimmt uns mit auf eine Reise von Duisburg über London bis nach Capri, wo nicht nur Mordverdacht, sondern auch familiäre Geheimnisse aufgedeckt werden. Vera Berg, die trauernde Polizistin, hat mich sofort gepackt: eine Frau mit Ecken und Kanten, die nicht nur gegen äußere Feinde, sondern vor allem gegen ihre eigenen Dämonen kämpft.
Die Geschichte dreht sich um drei Männer, die einst Freunde und Geschäftspartner waren, aber deren Finanzmanöver sie in gefährlich dunkle Machenschaften führen. Bottinis Erzählweise ist klar und fesselnd, ohne zu sehr auszuschweifen – genau richtig, um das Tempo hochzuhalten, ohne die Charaktertiefe zu vernachlässigen. Dabei bleibt er politisch aktuell und clever, ohne belehrend zu wirken. Besonders genial fand ich, wie Bottini es schafft, die komplexen Finanzspielchen für Laien verständlich zu machen, ohne die Spannung zu opfern.
Klar, an manchen Stellen hätte ich mir etwas weniger Eile gewünscht; die Handlung rast gelegentlich so schnell voran, dass ich mir mehr Ruhe oder eine ausführlichere Charakterzeichnung gewünscht hätte. Ein bisschen mehr Gefühl und Raum zum Durchatmen hätten der Story gutgetan. Aber hey, das ist Meckern auf hohem Niveau.
Wenn du Lust auf einen Krimi hast, der nicht nur nervenzerfetzend spannend, sondern auch klug und zeitgemäß ist, dann ist „Die Summe aller Dinge“ genau dein Ding. Für alle, die mehr wollen als nur Standard-Krimi, ein echter Tipp.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen – weil die Mischung aus Emotion, Tempo und Brisanz einfach überzeugt, auch wenn der letzte Kick manchmal fehlt.
Klappentext
Zaid, Freddy und Erik sind Studienfreunde, die das große Geld machen wollten und deren Aktiengeschäfte sich in der allzu beliebten Grauzone bewegen – bis eine Staatsanwältin auf sie aufmerksam wird und alles aus dem Ruder läuft.
Meisterhaft erzählt Oliver Bottini davon, zu was ungebremste Gier führen kann: politisch brisant und hoch spannend.