Die Mitternachtsrose
Key Facts
Kritik
Schon beim Auftauchen in das mystische Dartmoor spürt man: Hier wartet eine Geschichte, die Herz und Neugier gleichermaßen packt. „Die Mitternachtsrose“ entführt uns in ein altes englisches Herrenhaus, wo die junge Schauspielerin Rebecca Bradley Zuflucht sucht – und prompt auf ein Geheimnis stößt, das sie tief mit der Vergangenheit verbindet.
Die Handlung webt geschickt zwischen den düsteren Hallen von Astbury Hall und den prachtvollen Szenerien Indiens hin und her, dabei treffen zwei Welten aufeinander, die überraschend viel miteinander verknüpfen. Rebecca als Protagonistin ist ein echter Gewinn – verletzlich, neugierig und gleichzeitig stark. Ihre Begegnung mit Ari Malik bringt nicht nur romantische Spannung, sondern auch kulturelle Tiefe in die Geschichte. Lucinda Rileys Schreibstil ist dabei angenehm flüssig und lebendig; man merkt, dass sie ein Händchen dafür hat, Atmosphäre und Emotionen zu transportieren, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen.
Was mir besonders gefallen hat, ist, wie Riley es schafft, historische Details handlich und spannend in die Erzählung zu integrieren, ohne dass es langatmig wird. Man fiebert mit Rebecca mit, fühlt ihre Zweifel und ihre Hoffnung – trotz aller tragischen Schatten, die über der Geschichte liegen. Klar, manchmal wirkt die Story ein bisschen vorhersehbar und wenige Wendungen hätten es gerne etwas überraschender sein dürfen. Aber das tut dem Lesevergnügen kaum Abbruch.
Fazit: Wer auf Familiendramen mit einem Hauch Mystery steht, die weit in die Geschichte und exotische Welten blicken wollen, ist hier goldrichtig. Ein Buch, das einen nicht mehr loslässt – und perfekte Begleitung für gemütliche Stunden.
5 von 5 Sternen.
Klappentext
Innerlich aufgelöst kommt die junge amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley im englischen Dartmoor an, wo ein altes Herrenhaus als Kulisse für einen Film dient, der in den 1920er Jahren spielt. Vor ihrer Abreise hat die Nachricht von Rebeccas angeblicher Verlobung eine Hetzjagd der Medien auf die junge Frau ausgelöst, doch in der Abgeschiedenheit von Astbury Hall kommt Rebecca allmählich zur Ruhe. Als sie jedoch erkennt, dass sie Lady Violet, der Großmutter des Hausherrn Lord Astbury, frappierend ähnlich sieht, ist ihre Neugier geweckt.
Dann taucht Ari Malik auf: ein junger Inder, den das Vermächtnis seiner Urgroßmutter Anahita nach Astbury Hall geführt hat. Je mehr Rebecca aber in die Vergangenheit und in ihre Rolle eintaucht, beginnen Realität und Fiktion zu verwischen – und schließlich kommt sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern auch dem dunklen Geheimnis, das wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint…