Brombeerliebe auf Schottisch
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es einfach eine Geschichte, die dich mitnimmt und dabei nicht zu ernst ist – „Brombeerliebe auf Schottisch“ erfüllt genau dieses Bedürfnis auf charmante Weise. Caitlin, eine frisch geschiedene Hebamme, kämpft sich mit Herz und Humor durch den Alltag in einem verschlafenen schottischen Dorf, während Rhys, ein Schauspieler auf der Flucht vor dem Blitzlichtgewitter, überraschend in ihr Leben stolpert – wortwörtlich, in einer Brombeerhecke.
Die Handlung bleibt trotz kleiner Widrigkeiten stets leicht und unterhaltsam, ohne dabei in Kitsch abzurutschen. Caitlin ist eine Figur, mit der man sofort mitfühlt, denn ihre Sorgen und Träume sind greifbar und echt. Rhys bringt eine Prise Hollywood-Glitzer mit, die wunderbar kontrastiert mit dem ruhigen, bodenständigen Dorfleben. Die Dynamik zwischen den beiden Funken sprüht, ohne aufgesetzt zu wirken – das hat Karin Lindberg sehr gut hinbekommen. Der Schreibstil ist locker, flüssig und bringt einen immer wieder zum Schmunzeln, was den Roman zu einem echten Wohlfühlbuch macht.
Einzig die Nebenhandlungen hätten für meinen Geschmack etwas straffer erzählt werden können; an manchen Stellen verläuft sich die Geschichte ein bisschen, ohne dass etwas Wesentliches passiert. Doch das nimmt dem Lesevergnügen kaum etwas weg.
Für alle, die Lust auf eine sommerlich-leicht erzählte Liebesgeschichte mit schottischem Flair und echten Gefühlen haben, ist „Brombeerliebe auf Schottisch“ eine perfekte Wahl. Ein Buch, das man entspannt bei einer Tasse Tee oder einem Glas Brombeersaft durchblättert — mehr Genuss, weniger Drama.
Bewertung: 4 von 5 Sternen.