Wenn dir das hier gefiel …
Haus Ashford - Eine Frage der Magie
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es gar nicht viel mehr als eine gut erzählte Geschichte, um sofort ins Buch einzutauchen – „Haus Ashford - Eine Frage der Magie“ macht genau das möglich. Benedict Jacka kombiniert hier geschickt alltägliche Zweifel mit einer magischen Welt, die zugleich faszinierend und gefährlich wirkt. Im Mittelpunkt steht Stephen Oakwood, ein Typ, der eigentlich nur sein Leben in Ruhe leben will, mit genug Kohle, um über die Runden zu kommen, und der nebenbei versucht, Magie zu meistern. Und dann wird er mit einem mysteriösen Mordkomplott gegen seinen Cousin konfrontiert – schön verstrickt, zwischen Freund und Feind, mit einem Geheimbund voll zwielichtiger Gestalten, die schnurstracks von Loyalität und Verrat handeln. Klingt spannend? Ist es auch.
Stephen als Protagonist passt gut zur Handlung – er wirkt authentisch, nicht übertrieben heldenhaft, sondern eher ein Typ, den man irgendwo kennen könnte. Dadurch fühlt man sofort mit ihm mit. Jackas Schreibstil ist locker, flüssig und trotzdem clever; man merkt, dass er seine magische Welt gut durchdacht hat, ohne den Leser mit zu vielen Details zu erschlagen. Besonders gefallen hat mir, wie geschickt das Buch mit Graubereichen spielt: Es gibt keine einfachen Antworten, keine klaren Fronten – das macht die Story angenehm komplex und überraschend menschlich. Was manchmal ein bisschen fehlt, ist mehr Tempo in den Passagen, die sich der Weltenerklärung widmen – da hat sich mein Griff zum Weiterlesen gelegentlich länger angefühlt.
Auch wenn „Haus Ashford“ zum Glück nicht direkt an die berühmte Alex-Verus-Serie anknüpft, wird Fans des Autors hier einiges geboten – magische Intrigen, tiefgründige Charaktere und eine Prise düsterer Geheimnisse. Wer auf schnelle Action steht, könnte sich hier stellenweise mehr Drive wünschen, aber wer auf eine ausgefeilte, stimmige Erzählung mit Ecken und Kanten steht, findet hier einen echten Schatz.
Insgesamt ein angenehm andersartiger Urban-Fantasy-Roman, der mit sympathischen Figuren und einem cleveren Plot punktet, auch wenn es hin und wieder etwas ruhiger zugeht. Wer also Lust auf Magie in komplexer Form und moralische Zwiespälte hat, sollte definitiv reinschauen.
4 von 5 Sternen – weil es spannend, gut geschrieben und mit Herz gemacht ist, ohne perfekt sein zu müssen.
Klappentext
Stephen Oakwood will nicht viel vom Leben: genug Geld, um seine Rechnungen zu bezahlen, und genug Zeit, um Magie zu lernen. Doch irgendjemand will seinen Cousin Calhoun ermorden. Stephen ist sich nur nicht sicher, ob der Auftraggeber Teil von Haus Ashford ist oder ein Feind von außerhalb. Außerdem fordert der Geheimbund der Geflügelten den jungen Mann auf, sich ihm anzuschließen. Dabei wird schnell klar, dass Stephen auf ihrer Seite sein kann oder ein Feind ist. Er erkennt, dass es für ihn keine gute Wahl gibt – und dass er dringend neue Verbündete benötigt!
Verpassen Sie auch nicht die 12-bändige, bereits abgeschlossene Serie um den Hellseher Alex Verus, die mit "Das Labyrinth von London" beginnt.