Wenn dir das hier gefiel …
Bredouille
Key Facts
Kritik
Manchmal reicht ein einziger Fund, um eine Idylle ins Wanken zu bringen – und genau so beginnt „Bredouille“. Als Bruno am malerischen Vézère-Tal die Leiche von Monique entdeckt, denkt man sofort an einen klaren Fall. Doch ganz so einfach ist es nicht. Dieses kleine Dorf steckt voller Geheimnisse, und Bruno mittendrin – zwischen Gerüchten, eigenen Zweifeln und seinem untrüglichen Gespür für die Wahrheit.
Bruno ist einer dieser Ermittler, bei dem man sofort spürt: Er lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Was mir besonders gefällt, ist seine Menschlichkeit und sein Humor, der das Ermittlerleben nicht zum trockenen Pflichtprogramm verkommen lässt. Die Ermittlungen werden von Martin Walker und Michael Windgassen mit einem charmant-leichten Erzählton versehen, der trotz des ernsten Themas nie ins Morbide abrutscht. Man schmeckt förmlich das köstliche Essen, das Bruno sich gönnt, und spürt die feine Mischung aus Spannung und Genuss.
Die Autoren verstehen es, Figuren mit Ecken und Kanten zu zeichnen, die etwas aus dem Alltag herausheben, ohne in Klischees abzudriften. Allerdings hätte die eine oder andere Wendung für meinen Geschmack noch etwas raffinierter sein können – das Ende wirkt an einigen Stellen etwas zu vorhersehbar. Aber hey, manchmal will man ja auch einfach einen guten Krimi, der ohne unnötigen Kram auf den Punkt kommt.
Wer also Lust auf einen locker-flockigen Krimi hat, der gleichzeitig ein kleines Stück französische Lebensart auf den Teller zaubert, ist hier genau richtig. „Bredouille“ ist keine literarische Offenbarung, aber ein unterhaltsames, stimmiges Werk, das man an einem Nachmittag gut durchlesen kann.
4 von 5 Sternen – weil Bruno eben einfach Bruno bleibt und man ihn gerne auf diesem Fall begleitet.