Wenn dir das hier gefiel …
Liebe beim ersten Date
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es einfach eine chaotische Hundebegegnung, um das eigene Herz ganz neu zu sortieren – genau so überrascht „Liebe beim ersten Date“ von Susan Hatler mit einer Geschichte, die charmant und unaufgeregt zeigt, dass Liebe eben nicht nur eine Frage von perfekt passenden Profilen ist. Ellen ist so jemand, der eigentlich logisch an die Sache herangeht: Liebe? Da geht’s um maximale Übereinstimmung und daten per Algorithmus. Doch das Leben schreibt manchmal seine eigenen Regeln – und das mit einer gehörigen Portion Humor und Herzlichkeit.
Die Handlung bringt Ellen in die Welt der Online-Dating-Plattformen, durch die sie zwei potenzielle Kandidaten kennenlernt, die eigentlich perfekt scheinen. Parallel dazu stolpert sie im wahrsten Sinne des Wortes in Henry hinein – den Mann, der zwar nicht einer dieser vorgefertigten Matches ist, dafür aber ihr Herz regelmäßig ins Stolpern bringt. Besonders spannend fand ich, wie liebevoll und nachvollziehbar Ellen und Henry als Figuren gezeichnet sind: Ellen mit ihrem pragmatischen Kopf und der so menschlichen Unsicherheit, Henry als herzensguter Hundeliebhaber. Der Schreibstil von Susan Hatler ist angenehm leicht und spritzig, lässt die Seiten nur so dahinfliegen, ohne dabei in Kitsch zu verfallen. Besonders der immer wieder eingestreute Humor hat mir gut gefallen – das erdet die Geschichte schön und macht sie alltagsnah.
Natürlich hat das Buch auch seine Schwächen: Die Handlung folgt zwar einem hübschen roten Faden, wirkt aber an manchen Stellen etwas vorhersehbar. Wer jetzt auf wilde Wendungen oder große Dramen hofft, könnte leicht enttäuscht sein. Andererseits ist gerade das ruhige Tempo ein Plus, wenn man einfach eine nette, entspannte Liebesgeschichte für zwischendurch sucht.
Für alle, die gern zwischen digitalen Matching-Algorithmen und dem klassischen „Herz über Kopf“ schwanken und dabei auf charmante Unterhaltung setzen wollen, ist „Liebe beim ersten Date“ genau das richtige Buch. Es fühlt sich an wie ein gemütlicher Plausch mit einer guten Freundin – ehrlich, witzig und mit einem Schuss Herzklopfen.
4 von 5 Sternen für eine Wohlfühl-Lektüre, die Lust macht, auch mal gegen den eigenen Plan zu lieben.
Klappentext
Wenn es darum geht, den Richtigen zu finden, so ist Ellen der Meinung, dass größtmögliche Übereinstimmung der Schlüssel zu ewigem Glück sei. Deshalb registriert sie sich auf der Website für Online-Verabredungen in Sacramento. Dort werden genaue Fragen gestellt, Antworten verglichen und Profile erstellt. So können die am besten zueinander passenden Personen herausgefiltert werden. Nach reger E-Mail-Korrespondenz engt Ellen die Möglichkeiten auf zwei vielversprechende Kandidaten ein, die sie bald persönlich kennen lernen wird.
Als ihre beste Freundin sie um einen Gefallen bittet, führt das Aufpassen auf einen Hund zu einer Katastrophe, die beim örtlichen Tierarzt endet. Dort trifft Ellen einen Mann, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Henry ist nicht die logisch-zwingende Wahl, doch auf einmal befindet sich Ellen in einem Hunde-Gehorsamkeits-Training, um mehr Zeit mit ihm zu verbringen.
Um eine langandauernde Beziehung zu haben, das weiß Ellen, sollte sie lieber auf der sicheren Seite bleiben und sich für einen der per Computer gefundenen Männer entscheiden. Aber wie soll sie vernünftig denken können, wenn ihr Herz sie ständig darum bittet, Henry eine Chance zu geben?