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Erzwungener Kuss
Key Facts
Kritik
Man will ja wissen, worauf man sich einlässt, wenn ein Buch mit so einer dramatischen Prämisse wirbt – und „Erzwungener Kuss“ von Charmaine Pauls hat mich direkt an der ersten Seite gepackt. Anya stolpert in eine Welt, die sie besser nie betreten hätte: Sie wird unfreiwillig zum Alibi für einen mächtigen Mörder, der über die New Yorker Unterwelt herrscht. Und ja, das ist erst der Anfang – denn von ihr wird mehr verlangt, als sie sich jemals hätte vorstellen können.
Die Geschichte ist ein intensives Katz-und-Maus-Spiel zwischen zwei ungleichen Figuren, deren Beziehung von Angst, Macht und einer unerwarteten Anziehung geprägt ist. Anya ist clever und kämpferisch, während Saverio mit seiner dunklen Aura und seinem kompromisslosen Wesen beeindruckt. Pauls gelingt es, die Spannung zwischen den beiden so lebendig zu zeichnen, dass man förmlich spürt, wie Funken fliegen – oder auch mal Feuer entfachen.
Der Schreibstil ist locker und direkt, was das Lesen zum Genuss macht, auch wenn die Themen durchaus ernst und düster sind. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Tiefgang bei Nebencharakteren gewünscht, aber die Fokussierung auf das ungleiche Duo trägt die Story wunderbar. Zwischendrin musste ich schmunzeln, manchmal schlucken – genau diese Mischung hält die Spannung konstant hoch.
Ein kleines Manko ist, dass manche Wendungen ein bisschen vorhersehbar sind, aber hey, bei so einer Geschichte will man auch einfach mitfiebern, statt nur zu grübeln. Für alle, die auf emotionale, spannungsgeladene Romane mit einer Prise Gefahr und starken Gefühlen stehen, ist dieses Buch definitiv ein Treffer.
Kurz und knapp: „Erzwungener Kuss“ ist ein mitreißender Ritt durch Liebe und Machtspiele, der Spaß macht und zugleich überrascht. Für Fans von düsteren Liebesgeschichten mit einem Twist gibt's hier volle 4.5 Sterne. Vielleicht nicht perfekt, aber ziemlich nah dran.