Wenn dir das hier gefiel …
Das letzte Königreich
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „Das letzte Königreich“ aufgeschlagen, spürt man sofort den rauen Wind, der über die raue Küste Nordenglands weht – und die brodelnde Spannung, die zwischen den Zeilen mitschwingt. Bernard Cornwell nimmt uns mit auf eine turbulente Reise ins Jahr 866, wo die Wikinger in prächtigen Drachenbooten die Küsten heimsuchen und zwischen Schlachten, Intrigen und Loyalitäten ein junger Mann seinen Platz in einer zerrütteten Welt sucht.
Uhtred, der mutige Fürstensohn, der quasi zwischen zwei Welten lebt – der angelsächsischen und der der Dänen – ist ein Protagonist, der nicht nur durch seinen ungestümen Charakter, sondern auch durch seine komplexen inneren Kämpfe überzeugt. Man fiebert förmlich mit ihm mit, wenn er zwischen seiner Herkunft und seiner neuen Identität hin- und hergerissen ist. Cornwells Schreibstil ist dabei ein echter Pluspunkt: flott, lebendig und so bildhaft, dass man das Knirschen der Rüstungen und den Schweiß auf der Stirn fast spüren kann. Nur wenige schaffen es, historische Romane so spannend zu erzählen, ohne sich in zu viel Fachsimpelei zu verlieren – hier klappt das wunderbar.
Natürlich wird recht viel Blut vergossen, und wer kein Fan von Schlachtszenen ist, könnte stellenweise vielleicht etwas abschrecken. Aber hey, das gehört nun mal zum Setting. Ab und zu hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe bei einigen Nebencharakteren gewünscht, an einigen Stellen ging’s dann doch recht flott voran, fast schon hektisch. Doch das tut dem Lesevergnügen keinen echten Abbruch.
Wer Lust hat auf eine mitreißende Mischung aus Action, Geschichte und einem Helden, der nicht nur mit dem Schwert, sondern auch mit dem Kopf kämpft, ist hier genau richtig. „Das letzte Königreich“ ist ein Buch, das Lust auf mehr macht – ein historisches Abenteuer, das richtig Spaß macht, ohne sich allzu ernst zu nehmen.
4 von 5 Sternen – ein starkes Debüt, das Lust auf die Fortsetzung macht.
Klappentext
«Und dann sah ich sie. Prächtige Langschiffe. Schwerelos schienen sie auf dem Wasser zu schweben, ihre Ruder teilten die Wellen. Die geschwungenen, hoch aufragenden Vorder- und Hintersteven waren mit vergoldeten Schlangen und Drachen geschmückt, und mir kam es an diesem fernen Sommertag so vor, als tanzten die drei Schiffe im Takt der auf- und niederschwingenden Ruder übers Meer.»
Nordengland, im Jahre 866: Mit zehn Jahren erlebt der Fürstensohn Uhtred den Einfall der Wikinger. Sein ungestümer Mut in der Schlacht beeindruckt den Anführer der Dänen so sehr, dass er Uhtred verschont und als Ziehkind aufnimmt. Mit den Jahren wird der Junge fast einer von ihnen. Nach Raub- und Eroberungszügen voller Blut und Gewalt droht auch Wessex, das letzte der fünf angelsächsischen Königreiche, an die Eroberer zu fallen. Doch da wechselt Uhtred wieder die Seiten …
«Vielleicht der größte Autor historischer Abenteuergeschichten, den die Gegenwart kennt.» (Washington Post)
«Das England des neunten Jahrhunderts und der Meister zupackenden Geschichtenerzählens – diese Kombination ist einfach himmlisch!» (Telegraph)