Frühling auf Schottisch
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es einfach eine Geschichte, die einem augenblicklich die kalte Nase wärmt – und „Frühling auf Schottisch“ von Karin Lindberg schafft genau das. Mitten in den Highlands zwischen Moor und geheimnisvollem Loch Ness entfaltet sich eine zarte Liebesgeschichte, die Lust auf Frühlingsluft und einen heißen Tee macht.
Kendra, die herzensgute Pub-Besitzerin mit der Schwäche fürs Sterneschauen, entführt uns an ihren Lieblingsplatz unter freiem Himmel, wo sie von einem Fremden träumt – und tatsächlich begegnet sie ihm am nächsten Morgen. Alejandro, der geheimnisvolle Argentinier mit Vergangenheit, wirbelt ihr Leben tüchtig durcheinander. Lindberg gelingt es, die Spannung zwischen Kendra und Alejandro mit viel Gefühl und ohne Kitsch fesselnd zu gestalten. Besonders hat mir gefallen, wie authentisch die Figuren sind – keine schablonenhaften Helden, sondern echte Menschen mit Ecken und Kanten. Der ruhige, gleichzeitig bildhafte Schreibstil lässt einen tief in die Szenerie eintauchen, ohne sich in endlosen Landschaftsbeschreibungen zu verlieren.
Klar, manchmal hätte der Plot ein bisschen flotter voranschreiten können, und an der einen oder anderen Stelle war mir die Misstrauensgeschichte ein wenig zu vorhersehbar. Aber mal ehrlich: Bei so einer Atmosphäre und den sympathischen Charakteren hat mich das kaum gestört.
Wer also Lust auf ein warmherziges, leichtfüßiges Liebesabenteuer mit einer Prise Geheimnis hat und dabei die raue Schönheit Schottlands förmlich spüren will, ist hier goldrichtig. Für alle, die gern mal kurz den Alltag vergessen und sich in eine Wohlfühlgeschichte kuscheln möchten.
Fazit: Ein charmantes Buch, das mit echten Gefühlen und einem Hauch Romantik punktet – genau mein Ding. Deshalb gibt’s von mir volle fünf Sterne.
Klappentext
Eine Nacht in den Highlands, allein unter dem Sternenhimmel – so entflieht Kendra am liebsten ihrem Alltag als Pub-Besitzerin. An ihrem Lieblingsplatz, mit einer atemberaubenden Aussicht auf den Loch Ness, kann sie heimlich von einem Mann träumen, der ihr Herz erobert. Am nächsten Morgen geschieht genau das: Ein attraktiver Fremder stört ihren Campingausflug. Schließlich stehen sie einträchtig nebeneinander und blicken im Morgengrauen über das sagenumwobene Gewässer. Kendra ist hin und weg. Sie weiß nicht, wer er ist, aber sie möchte ihn unbedingt wiedersehen. Tatsächlich taucht der dunkelhaarige Argentinier in ihrem Pub auf, und Kendra erfährt, dass er in der Nähe ein altes Herrenhaus gekauft hat. Als er ihr auch noch Avancen macht, kann sie ihr Glück kaum fassen. Aber Kendra ist misstrauisch. Alejandro scheint vielmehr vor etwas davonzulaufen, als dass er ausgerechnet in ihrem Dorf sesshaft werden will. Kann sie riskieren, ihr Herz für ihn zu öffnen?
Der Roman ist in sich abgeschlossen.