Wenn dir das hier gefiel …
Das Zweite Chance-Inn
Key Facts
Kritik
Dieses Buch fühlt sich an wie eine sanfte Brise an einem lauen Sommerabend an der Küste – locker, charmant und irgendwie genau richtig, wenn man einfach mal abschalten möchte. Susan Hatler entführt uns in „Das Zweite Chance-Inn“ in die Geschichte von Wendy Watts, einer erfolgreichen, aber emotionsgeschüttelten Immobilienmaklerin, die widerwillig in ihre Heimatstadt an der Blue Moon Bay zurückkehrt. Dort steht das alte Gasthaus ihrer verstorbenen Großmutter zum Verkauf – aber so leicht, wie Wendy es sich erhofft hatte, läuft das nicht. Stattdessen trifft sie auf den geheimnisvollen Max, der ihr Leben ordentlich durcheinanderbringt.
Was die Geschichte besonders macht, sind die Gegensätze: Wendy, die immer auf Nummer sicher geht und ihre Gefühle strikt unter Kontrolle hält, trifft auf Max, der mit seiner lässigen Art wie ein Windstoß durch ihr Leben fegt. Die Dynamik der beiden funktioniert gut, auch wenn Wendy an manchen Stellen etwas zu dramatisch wirkt und ihr innerer Kampf ein bisschen mehr Ruhe vertragen hätte. Der Schreibstil ist dabei locker und zugänglich, ohne dabei zu simpel zu sein – perfekt also zum Abschalten, aber eben auch mit genug Herz, damit man mitfiebert.
Die Küstenatmosphäre hat mir richtig gut gefallen; man spürt den Salzgeruch fast auf der Haut und hört die Wellen rauschen. Die Liebeslegende, die das Ganze umrahmt, verleiht der Geschichte ein schönes, leicht mystisches Flair, das dem sonst sehr „realistischen“ Plot einen Hauch von Magie gibt. Aber Vorsicht: Wer auserlesene Charakterentwicklung und tiefgründige Dramen sucht, findet hier mehr leichte Kost als Gourmetmenü. Die Protagonistin war mir ab und zu etwas zu nörgelig, da hätte ein bisschen weniger Drama ihr sympathischer gemacht.
Kurzum: Wer eine warme Wohlfühlgeschichte mit einem Schuss Romantik und einem Hauch Küstenzauber sucht, kann hier getrost reinschauen. Für Fans von leichten Liebesromanen mit etwas Herz und einer Prise Nostalgie genau das Richtige – für alle anderen könnte es stellenweise etwas zu süß und vorhersehbar sein.
3 von 5 Sternen – charmant, aber nicht mehr als eine nette Urlaubslektüre.
Klappentext
Als Wendy Watts die Blue Moon Bay verließ, schwor sie sich, nie wieder in die kleine Küstenstadt zurückzukehren, wo ihre Eltern sie und ihren Bruder im Stich gelassen hatten. Jetzt ist sie eine erfolgreiche Maklerin, und ein Arbeitstier, das komplizierten Gefühlslagen aus dem Weg geht – bis ihre Großmutter stirbt und ihr das Gasthaus an der Blue Moon Bay hinterlässt, mit der Verfügung, dass Wendy, falls sie es verkaufen will, es selbst auf den Markt bringen muss, ,in eigener Person'.
Sobald Wendy an der mondsichelförmigen Bucht ankommt, wird sie überwältigt von schlimmen Erinnerungen, dem armseligen Zustand des Gasthauses und den inständigen Bitten ihres Bruders, das Gasthaus zu behalten. Dann trifft sie am Strand einen verführerischen, lässig-coolen Fremden, und Wendy tut etwas, das sie sonst niemals tut…sie vertraut ihm ihre Probleme an. Da Max Huntington nur für eine Nacht in der Stadt ist, küsst Wendy ihn spontan, in der Hoffnung, einmal einen Abend lang von ihren Sorgen abgelenkt zu sein.
Aber als Wendy mit dem mühevollen Prozess beginnt, das Gasthaus herzurichten, um es zu verkaufen, erklärt ihr Max, dass er länger bleiben wird. Er ist von dem reizenden Gasthaus verzaubert und mehr noch von ihren Küssen am Strand. Er will Wendy bei den Reparaturarbeiten helfen, und widerstrebend nimmt sie sein Angebot an.
Obwohl Wendy fest entschlossen ist, sich dem Zauber ihres Gasthauses zu entziehen, wird sie immer stärker in seinen Bann gezogen, von der Mondsichelbucht und von Max. Jede Reparatur, jeder Strandspaziergang und jeder mit Max verbrachte Augenblick fesselt sie mehr und ruft ihr eine hiesige Legende ins Gedächtnis, die sie als Kind geglaubt hatte: Wird man beim zweiten Vollmond innerhalb eines Monats in der Bucht geküsst, führt dies zu immerwährender Liebe.