Wenn dir das hier gefiel …
His To Break: Dark Mafia Romance (Deutsche Ausgabe)
Key Facts
Kritik
Manchmal stolpert man über eine Geschichte, die einen einfach packt – und His To Break von Rose Knight gehört definitiv dazu. Diese dunkle Mafia-Romance zieht dich in einen Sog aus Schmerz, Angst und einer langsam aufkeimenden Hoffnung, die so zerbrechlich und doch so mächtig ist, dass man kaum aufhören kann zu lesen.
Im Zentrum stehen Nikolaï und Blair, zwei Seelen, die eigentlich nichts miteinander gemein haben sollten, deren Welten aber auf schockierende Weise kollidieren. Nikolaï ist der harte, unerschütterliche Typ mit einer Raubein-Fassade, der blitzschnell sieht, wenn jemand nicht mehr weiter weiß. Blair dagegen ist eine Kämpferin, die mit Schatten ihrer Vergangenheit ringt und ein Geheimnis hütet, das sie zerbrechen könnte – wenn es nach außen kommt. Ihre Beziehung entwickelt sich mit einer Mischung aus vorsichtiger Zuneigung und unübersehbaren Konflikten, die die Spannung konstant hochhalten.
Rose Knights Schreibstil ist dabei so ehrlich und direkt, dass man sich fühlt, als säße man mitten in den Szenen – kein Schnickschnack, sondern rohe Emotionen, die einen packen. Besonders die Dialoge zwischen Nikolaï und Blair sind wunderbar authentisch, manchmal schwer, manchmal zart, aber immer voller Leben und Tiefe. Man spürt mit jeder Zeile, wieviel Herzblut in diesem Buch steckt.
Einziger kleiner Wermutstropfen: Die Story vertraut stark auf das Mafia-Genre und seine typischen Klischees, was nicht jeder mag. Manche Wendungen wirken dann auch etwas vorhersehbar, und ab und zu hätte ich mir ein bisschen mehr Einblick in die Hintergründe gewünscht. Dennoch verzeiht man das schnell, weil die Charaktere und die emotionale Intensität so überzeugen.
Wer also Lust auf eine düstere Romanze mit Ecken und Kanten, einer Prise Gefahr und einem Hauch von Verletzlichkeit hat, der sollte His To Break unbedingt eine Chance geben. Es ist kein Feelgood-Liebesroman, sondern eine intensive Geschichte über Vertrauen, Schutz und die Angst vor dem Zerbrechen – genau das macht sie so besonders.
4 von 5 Sternen – packend, emotional und mit Ecken und Kanten, die Lust auf mehr machen.
Klappentext
Sie taucht in meinem Leben auf und sieht aus, als hätte sie seit Jahren nicht geschlafen, während sie so tut, als wäre alles bestens. Ist es aber nicht. Ich sehe es sofort, in der Sekunde, in der sie zusammenzuckt, wenn sich jemand zu schnell bewegt.
Blair arbeitet in meiner Welt, aber sie gehört nicht hierher – sie hat vor irgendetwas Angst, über das sie nicht reden will, und je mehr Zeit ich mit ihr verbringe, desto offensichtlicher wird es: Sie ist nirgendwo sicher, egal wo sie hingeht.
Dann taucht sie verletzt auf. Lügt immer noch. Deckt immer noch denjenigen, der ihr das angetan hat.
Ich nehme sie mit zu mir, weil sie nicht auf sich selbst aufpasst. Ich füttere sie, weil sie vergisst zu essen. Ich behalte sie im Auge, weil es verdammt noch mal jemand tun muss.
Ich hatte nicht vor, mich da einzumischen.
Aber irgendwer benutzt sie, kontrolliert sie, schüchtert sie ein, damit sie die Klappe hält.
Und in dem Moment, in dem ich kapiere, was wirklich mit ihr los ist, werde ich keinen Rückzieher machen.
Ich bin der Einzige, dem es aufgefallen ist –
und ich lasse nicht zu, dass sie noch mal jemand zerbricht.
BLAIR
Ich will nicht, dass Nikolai da mit reingezogen wird. Ich wollte niemanden mit drin haben.
Ich habe Jahre damit verbracht, alles allein durchzustehen – Schmerz, Drohungen, Schikanen. Man hat mir eingeredet, ich würde Dinge schulden, die ich nie geschuldet habe.
Alles, was ich je getan habe, war zu überleben.
Aber Nikolai kauft mir die Show nicht ab. Er bemerkt alles: die blauen Flecken, das Humpeln, die Panik, die Ausreden, die ich ständig auftische. Er fragt immer wieder, was los ist, und ich lüge weiter, denn die Wahrheit würde ihn in etwas hineinziehen, von dem er sich fernhalten sollte.
Das Problem ist, dass ich mich bei ihm sicher fühle. Und so habe ich mich schon verdammt lange nicht mehr gefühlt.
Ich will die Art, wie er mich ansieht.
Ich will die Art, wie er mich beschützt, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.
Aber wenn er herausfindet, in was ich da reingeraten bin, wozu man mich gezwungen hat, wovor ich weglaufe … dann wird er nicht einfach gehen.
Und das Letzte, was ich will, ist, dass wegen mir noch jemand verletzt wird.
Er sollte mich nicht wollen.
Er sollte mich nicht anfassen.
Er sollte mich nicht in eine Welt ziehen, die genauso gewalttätig ist wie die, aus der ich zu fliehen versuche.
Aber wenn er vor mir steht, voller Tattoos und Gefahr und dieser sanften, unerwarteten Gnade …
fühle ich etwas, das ich seit Jahren nicht mehr gespürt habe.
Hoffnung.
Und das ist der beängstigendste Teil.
Denn Männer wie er retten keine Mädchen wie mich –
Sie zerbrechen für sie.
Dieses Buch ist Teil des His to Claim Duet. Reihenfolge:
His To Break.
His To Keep.