Wenn dir das hier gefiel …
G. F. Unger Western-Bestseller 2769
Key Facts
Kritik
Manchmal packt einen eine Geschichte sofort und lässt einen nicht mehr los – so erging es mir mit G. F. Ungers Western-Bestseller 2769. Gleich zu Beginn fühlt man die Spannung knistern, wenn John Johnstone im Galopp einer überraschenden Begegnung entgegensieht, die alles andere als ein harmloser Streich ist. Diese Szene war für mich der perfekte Türöffner für eine packende Story voller dramatischer Wendungen.
Im Kern geht es um Verrat und knallharte Entscheidungen mitten in der rauen Wildnis des Westens. John Johnstone ist ein Charakter, dem man instinktiv die Daumen drückt: kantig, zornig und doch irgendwie verletzlich. Unger trifft mit seinem typischen, prägnanten Stil genau den Ton, den Westernfans lieben – keine Spielereien, sondern klare, direkte Sprache, die das Bild der erbarmungslosen Prärie und ihrer Gesetze wach und lebendig hält.
Besonders gefallen hat mir, wie die Handlung trotz der relativ kurzen Erzählzeit mit Überraschungen aufwartet und der Autor es schafft, Spannung aufzubauen, ohne zu überladen zu wirken. Das ist kein seichtes Lagerfeuer-Geschichte-Rumgefuchtel, sondern Westernautorität, die sich auf das Wesentliche konzentriert.
Kritisch muss ich anmerken, dass die Charakterzeichnung manchmal etwas holzschnittartig bleibt – wer auf tiefe Persönlichkeitspsychologie hofft, wird hier eher enttäuscht. Aber seien wir ehrlich: Das erwartet man von einem klassischen Western auch nicht unbedingt. Man will rasant erzählte Abenteuer, klare Kontraste und eben diesen bittersüßen Geschmack von Leben und Tod in der Prärie.
Fazit: Wer Western mag, die ohne viel Schnickschnack auskommen, aber trotzdem vor Spannung prickeln und die harte Moral der Frontier zeigen, ist hier genau richtig. G. F. Unger liefert solide Westernkost, die Lust auf mehr macht.
4 von 5 Sternen – ein cooler Ritt für zwischendurch, den man nicht bereut.
Klappentext
»Was soll das? He, das ist kein guter Scherz!« John Johnstone stößt es hart hervor. Sein scharfes und kantiges Gesicht wird dunkel vor Zorn.
»Du hast recht, es ist kein Scherz«, sagt der andere heiser, »nein, John, ich muss dich wahrhaftig töten, um meinen eigenen Kopf zu retten. Tut mir mächtig leid, John - aber ...«