Wenn dir das hier gefiel …
Bad at Christmas
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es ein Buch, das dich einfach mitreißt, dich in eine dunkle, rostige Atmosphäre eintauchen lässt und dir dabei trotzdem das Herz aufgehen lässt – genau so ein Buch ist „Bad at Christmas“ von Mia Kingsley. Dieses Buch verwebt auf ungewohnte Weise den Geist der Weihnachtszeit mit düsteren Geheimnissen und einem Hauch gefährlicher Romantik, die definitiv nicht mit Glitzerschnee zu tun hat.
Im Mittelpunkt steht eine Frau, die gerade den klassischen Weihnachtswahnsinn mit einem Schuss Lebensgefahr erleben muss: Ein Schuss, ein unerwartetes Versteck – und plötzlich teilt sie das Dach mit blutverschmierten Männern, die so lebensgefährlich wirken wie die Situation selbst. Die Handlung ist packend, zieht dich völlig in den Bann, ohne auf kitschige Klischees hereinzufallen. Stattdessen liefert Kingsley Charaktere, die Ecken und Kanten besitzen, und genau deshalb authentisch wirken. Die Spannungen zwischen den Figuren knistern, die Mischung aus Misstrauen, Anspannung und trotzdem latenter Fürsorge hält das Tempo hoch. Besonders die Hauptfigur überzeugt mit ihrer rauen, gleichzeitig verletzlichen Art, die jede Seite lebendig macht.
Was ich außerdem sehr geschätzt habe, ist Kingsleys direkter, unverblümter Schreibstil. Hier gibt’s keinen Schnickschnack oder verklärte Liebesszenen in Watte gepackt. Nein, klare, deutliche Sprache – mal derb, mal humorvoll, aber immer ehrlich. Das sorgt dafür, dass sich das Ganze nicht zu ernst nimmt, auch wenn die Themen düster sind. Das macht „Bad at Christmas“ zum perfekten Buch für alle, die mal Lust auf etwas anderes als den klassischen Holiday-Roman haben.
Ein kleiner Kritikpunkt: Manchmal kommt der Plot ein wenig holprig daher und einige Wendungen fühlten sich etwas over the top an. Aber ehrlich gesagt, passt das zum Gesamtkonzept und ließ mich eher schmunzeln, als dass es gestört hätte. Wer also tiefgründige, fein austarierte Dramen à la High Literature sucht, wird hier vielleicht nicht fündig. Wer aber Spaß an einer Mischung aus spannender Dark Romance, einem Hauch Thriller und unerwarteter Weihnachtsstimmung hat, der findet hier ein sehr gelungenes, abwechslungsreiches Buch.
Alles in allem ist „Bad at Christmas“ genau das Richtige, wenn du mal Lust hast, Weihnachten von seiner ein bisschen düsteren, hochdramatischen Seite zu erleben. Keine Kuschelromanze – sondern ein rauer, emotionaler Trip, der unter die Haut geht und dich zum Weiterlesen zwingt. Von mir gibt es satte 4 von 5 Sternen. Wer Mut zu anders hat, sollte hier unbedingt zugreifen!
Klappentext
Als sich der Schuss aus der Pistole löst, weiß ich sofort, dass ich untertauchen muss. Mein Ex Eddie hat immer gesagt, dass ich sein Haus im Notfall als Versteck benutzen kann. So kurz vor Weihnachten sollte ich dort sicher sein.
Zumindest denke ich das, bis ich die Tür aufschließe und drei Männern gegenüberstehe, die ebenso blutverschmiert sind wie ich.
Wir haben nicht einmal genug Zeit, um uns zusammenzuraufen, denn die Cops gehen bereits von Tür zu Tür und ich habe nicht die geringste Ahnung, ob sie nach mir suchen – oder nach meinen neuen Mitbewohnern …
Dark Romance. Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen.