Zwischen Liebe und Krone
Key Facts
Kritik
Manchmal sind es genau diese Geschichten, die dir mitten ins Herz treffen, weil sie so wunderbar zwischen Kitsch und Realität balancieren – „Zwischen Liebe und Krone“ ist so ein Kandidat. Es geht um Prinzessin Betty, deren Leben mal eben so durch einen brandheißen Skandal auf den Kopf gestellt wird. Die Lösung: Sie muss erneut heiraten – ausgerechnet Vero Farnese, der Mann, der ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat. Klingt dramatisch? Ist es auch, aber genau das macht den Reiz aus.
Betty ist keine Prinzessin, die nur auf ihrem Thron sitzt und auf Rettung hofft. Sie ist taff, verletzlich und doch stark – ein Charakter, mit dem man sofort mitfiebert. Vero dagegen spielt den charmanten, aber enorm komplexen Milliardär, dessen Vergangenheit ihn sowohl zum Verhängnis als auch zum Faszinosum macht. Die Chemie zwischen den beiden knistert so sehr, dass man als Leserin fast schon Feueralarm auslösen möchte.
Der Schreibstil ist locker und modern, ohne in Klischees zu versinken. Louise Fuller und Jennifer Britzen schaffen es, die Spannung kontinuierlich hochzuhalten, dabei aber nie aufdringlich zu wirken. Besonders gefallen hat mir, wie sie die inneren Konflikte der Figuren so ehrlich darstellen – da fühlt man jede Unsicherheit und jede Flamme von neu entfachter Liebe.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass manche Szenen sich ein wenig in die Länge ziehen und die Handlung dann etwas zu sehr in einem ewigen Hin und Her gefangen ist. Aber hey, wer ein bisschen Geduld mitbringt, wird mit einem packenden Finale belohnt.
Kurz und knapp: Wer Lust auf royalen Glamour gepaart mit einem spannenden Liebesdrama hat, das mehr Tiefe zeigt, als man auf den ersten Blick vermutet, sollte hier unbedingt reinschauen. Für mich ein echtes Lesehighlight, das sich prima für einen entspannten Abend eignet.
4 von 5 Sternen – charmant, fesselnd und mit genau der richtigen Portion Herz.