Wenn dir das hier gefiel …
Der Morgen
Key Facts
Kritik
Kaum habe ich „Der Morgen“ von Marc Raabe aufgeschlagen, war ich sofort mittendrin in einem düsteren, eiskalten Berliner Winter, der mehr als nur Schnee mit sich bringt. Die Geschichte startet mit einem Schockmoment, der sofort die Nackenhaare aufstellt: Ein verlassener Kleinlaster, eine tote Frau – und dann noch diese rätselhafte Nachricht in roter Farbe, direkt an einer der prominentesten Stellen Berlins. Klingt spannend? Absolut.
Die Handlung dreht sich um die ehrgeizige Kommissaranwärterin Nele Tschaikowski und den vielschichtigen Ermittler Artur Mayer, deren Wege sich bei der Aufklärung dieses mysteriösen Falls kreuzen. Raabe schafft es, mit immer wieder unerwarteten Wendungen und zwei Zeitebenen, diese beiden Figuren lebendig und facettenreich zu zeichnen. Besonders Artur Mayer ist eine Figur, die ich nur als „vertrackt spannend“ beschreiben kann – dieser Typ ist kein klassischer Held, sondern eher ein komplexer Charakter mit Ecken und Kanten, was die Geschichte deutlich aufwertet.
Was mir richtig gut gefallen hat, ist Raabes Schreibstil: Klar, schnörkellos, aber dabei so atmosphärisch, dass man beim Lesen förmlich die Kälte spürt – ohne dass es dabei schwerfällig wird. Seine Art, kurze Kapitel mit einem Tempo zu verknüpfen, das man kaum aus der Hand legen kann, macht „Der Morgen“ zu einem echten Pageturner. Man will einfach wissen, was als Nächstes passiert.
Klar, ein bisschen was kann man kritisieren: Manche Nebenhandlungen ziehen sich stellenweise, und der Fokus auf Artur Mayer polarisiert sicher. Für mich persönlich war das okay, aber wer keine Ermittler mit Ecken mag, für den ist das vielleicht nichts. Der Schluss ist dann vielleicht nicht total überraschend, aber trotzdem stimmig und rund.
Fazit: Wer Lust auf einen Thriller mit einer starken Prise Berliner Kaltschnee, einem ungewöhnlichen Ermittlerduo und einer spannenden Geschichte hat, der wird „Der Morgen“ lieben. Außerdem: Die optische Aufmachung mit pinkem Einband und dem farbigen Buchschnitt ist ein echter Hingucker im Bücherregal. Für alle, die gerne bei einem Thriller auch mal schlucken und mitfiebern wollen, ist das ein sehr solide gelungener Start einer Reihe.
4 von 5 Sternen – spannend, atmosphärisch, mit kleinen Schwächen, aber definitiv lesenswert!
Klappentext
Das Thriller-Ereignis des Jahres mit farbigem Buchschnitt!
»Figuren, Plot, Timing - hier stimmt einfach alles. Ein packender, mitreißender Thriller, den man gelesen haben muss.« krimi-couch.de
Macht. Ohnmacht. Tatnacht.
Im morgendlichen Schneegestöber an der Berliner Siegessäule steht ein verlassener Kleinlaster. Auf der Ladefläche findet die Polizei eine halbnackte tote Frau. Jemand hat ihr mit roter Farbe etwas auf den Körper geschrieben - die Privatadresse des Bundeskanzlers.
Am Tatort trifft die ehrgeizige Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski auf den berüchtigten Ermittler Artur Mayer. Was sie nicht wissen: Das ist kein Zufall…
»Thriller mit Sogwirkung! Wer dieses Buch mit dem pinken Einband und den geschwärzten Seitenrändern in den Händen hält, könnte meinen, der Inhalt sei toxisch. Doch keine Angst: Der Thriller raubt Ihnen nicht das Leben, aber allenfalls den Schlaf.« Coopzeitung
Die Art Mayer-Serie:
Der MorgenDie DämmerungDie Nacht
*** Wenn Sie Thriller mögen, dann werden sie dieses Buch lieben! Finden Sie heraus, wer der Täter ist? ***