Die Praktikantin
Key Facts
Kritik
Kaum habe ich „Die Praktikantin“ aufgeschlagen, war ich sofort mittendrin in einem mitreißenden Thriller, der aktueller nicht sein könnte. Wer politische Spannungen, Geheimdienst-Action und investigative Recherche liebt, wird hier seinen Nerv treffen.
Im Zentrum steht Carla Bergmann, eine junge Praktikantin, die mit frischem Eifer in der Lokalredaktion der Morgenpost gestartet ist. Was als Nebenjob im Polizeibericht beginnt, entwickelt sich rasant zu einer brisanten Enthüllung: Ein Einbruch bei regimekritischen Exilrussen, bei dem schnell klar wird, dass hier viel mehr dahintersteckt als nur Einbruchdiebstahl. Mit Jan Koller, einem erfahrenen aber etwas abgekämpften Investigativjournalisten, jagt Carla einer Wahrheit hinterher, die ins höchste politische und wirtschaftliche Geflecht führt – bis hin zu einem mächtigen deutschen Rüstungskonzern und einem gefährlichen Netzwerk bis nach Kiew. Spannung garantiert.
Horst Eckert schreibt mit der richtigen Mischung aus Tempo und Tiefgang. Der Plot ist schlau konstruiert, ohne zu überladen zu wirken, und die Figuren sind nicht bloß Schablonen, sondern lebendige Menschen mit Ecken und Kanten. Carla als energiegeladene Newcomerin und Jan als abgeklärter Profi ergänzen sich wunderbar – das sorgt für Dynamik und Authentizität. Besonders gefallen hat mir, wie die Geschichte aktuelle Themen aufgreift, ohne belehrend zu wirken; das macht den Thriller nicht nur spannend, sondern auch relevant.
Ein kleiner Makel? Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Nebenhandlungen etwas kompakter bleiben. Hier und da verliert sich die Erzählung in Details, die den Erzählfluss kurz ausbremsen – aber das stört nicht wirklich, wenn man erst mal im Sog ist.
Kurz gesagt: „Die Praktikantin“ ist ein cleverer, temporeicher Thriller für alle, die Nervenkitzel und politische Dramatik mögen – und nebenbei erfahren wollen, wie brisant und gefährlich journalistische Wahrheitssuche heute sein kann.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen. Absolute Leseempfehlung für Thrillerfans, die Substanz und Spannung lieben.
Klappentext
Carla Bergmann, als junge Praktikantin neu in der Lokalredaktion der Morgenpost, geht einer Meldung im Polizeibericht nach und stößt auf Ungereimtheiten. Bei regimekritischen Exilrussen wurde eingebrochen. Es liegt nahe, dass der russische Geheimdienst dahintersteckt. Aber warum wollten deutsche Behörden den Fall vertuschen? Nachdem ein Informant vor Carlas Augen ermordet wird, erhält sie Unterstützung von Jan Koller, Hauptstadtkorrespondent der Morgenpost und einstmals gefeierter Investigativjournalist. Alle Spuren führen nach Kiew. Welche Rolle spielt dort ein großer deutscher Rüstungskonzern? Auf der Suche nach der Wahrheit stoßen Carla und Jan auf immer größere Widerstände, selbst im eigenen Haus. Und schneller, als es ihnen bewusst ist, befindet sich auch ihr eigenes Leben in Gefahr.