Cover Ich hasse Menschen. Eine Abschweifung: Ich hasse Menschen, Band 1
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Autor:
Erschienen:
2018-07-20
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Ich hasse Menschen. Eine Abschweifung: Ich hasse Menschen, Band 1

Kritik

„Ich hasse Menschen“ fühlt sich an wie ein geniales Ventil für alle, die manchmal genauso genervt vom Großstadttrubel und den wilden Zeitgenossen sind wie Julius Fischer selbst. Keine Sorge, hier geht’s nicht in die düstere Grübelecke, sondern mit einer ordentlichen Portion Humor und Selbstironie durch die Abgründe alltäglicher Begegnungen. Fischer nimmt uns mit auf seine persönliche Schlacht gegen Kinder, Studenten, Berufstätige – und natürlich Rentner. Klingt erst mal ein bisschen zynisch, ist aber überraschend sympathisch, weil er seine schrägen Beobachtungen mit einem Augenzwinkern erzählt und dabei herrlich ehrlich bleibt.

Im Kern begleitet man ihn auf einer Reihe von Episoden: die nervige Zugfahrt, eine Wanderung mit den Lesebühnen-Kollegen und den chaotischen Besuch der Leipziger Buchmesse. Dabei sind vor allem die Figuren echt, allen voran Julius selbst, der trotz seines Menschenhasses irgendwie ein Kotzbrocken mit Herz ist. Der Schreibstil ist locker, treffend und spritzig – man spürt die Bühnenroutine und die Liebe zum Wort. Besonders gefallen hat mir, wie Fischer nicht plakativ motzt, sondern mit einer Art charmanter Melancholie erzählt, die so gar nicht langweilt.

Ein kleiner Wermutstropfen: Manchmal zieht sich der Text ein bisschen, weil die Abschweifungen auch mal etwas zu lang geraten. Für Leser:innen, die es lieber knackig mögen, kann das den Lesefluss bremsen. Aber hey, das ist ja auch ein Teil des Konzeptes – eine „Abschweifung“, die dann halt auch mal abschweift. Wer waghalsiges, leicht chaotisches Storytelling mag, wird das locker wegstecken.

Kurz gesagt: „Ich hasse Menschen“ ist genau das Richtige für alle, die sich auf humorvolle Weise darin wiederfinden wollen, dass Menschen eben manchmal einfach anstrengend sind – und trotzdem irgendwie faszinieren. Julius Fischer schafft es, genau diese Mischung aus Frust und Liebe zum Leben in Worte zu packen, ohne sich dabei zu ernst zu nehmen. Ein echtes Lesevergnügen für Fans von bissiger Alltagskomik.

4 von 5 Sternen – lustig, ehrlich und ziemlich treffend. Wer den typischen Humor zwischen genervtem Beobachter und freundlichem Grantler schätzt, sollte hier unbedingt reinschauen.

Klappentext

Julius Fischer hasst Menschen. Das fängt bei Kindern an. Pubertät geht auch gar nicht. Noch ätzender sind eigentlich nur Studenten. Und natürlich Berufstätige. Die sind am schlimmsten. Aber nichts im Vergleich zu Rentnern. In seinem neuen Buch erzählt er davon, wie er versucht, all diesen Leuten aus dem Weg zu gehen. Und wie er daran scheitert. Er berichtet von einer viel zu langen Zugfahrt nach Köln, von der Wanderung mit seinen Lesebühnen-Kollegen und erzählt vom Besuch der Leipziger Buchmesse mit seinem Freund, dem Dynamo-Ultra Enrico.

In der Live-Lesung bringt Julius Fischer seine Verzweiflung auf den Punkt.

FAQ

Julius Fischer hasst Menschen. Das fängt bei Kindern an.…

Besonders gefallen hat mir, wie Fischer nicht plakativ motzt, sondern mit einer Art charmanter Melancholie erzählt, die so gar nicht langweilt. Ein kleiner Wermutstropfen: Manchmal zieht sich der Text ein bisschen, weil die Abschweifungen auch mal etwas zu lang geraten. Für Leser:innen, die es lieber knackig mögen, kann das den Lesefluss bremsen.

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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