Percy Jackson, Teil 5: Die letzte Göttin
Kritik
Kaum habe ich „Die letzte Göttin“ aufgeschlagen, war ich sofort wieder mittendrin im Chaos rund um Percy Jackson und seine Crew – und was für ein Ritt das war! Hier geht’s um keine kleineren Probleme, sondern um den finalen Showdown: Kronos ist zurück und macht direkt auf Sturmangriff Richtung Olympus. Nur blöd, dass die Götter gerade anderswo beschäftigt sind, nämlich im Kampf gegen das gewaltige Monster Typhon. Das bedeutet jede Menge Action und Spannung pur, während unsere Halbblut-Helden zusammen mit den Jägerinnen der Artemis und sogar zum Leben erweckten Statuen versuchen, das Herz von New York zu verteidigen und damit die Welt zu retten.
Percy bleibt natürlich der charmante Antiheld, den man ins Herz schließt, aber auch die Nebencharaktere bekommen endlich mehr Tiefe – ich fand besonders die Dynamik zwischen den Jägerinnen und den anderen ziemlich spannend. Riordans Schreibstil ist gewohnt locker-flockig, voll mit cleverem Humor und einem Tempo, das einen kaum Luft zum Durchatmen lässt. Das macht das Buch zu einer richtig kurzweiligen Lektüre, die selbst eingefleischte Fantasy-Muffel packen kann.
Klar, ein paar Szenen sind recht vorhersehbar, und manchmal ist das epische Ausmaß an griechischer Mythologie fast schon ein bisschen viel des Guten. Trotzdem stören diese kleinen Punkte kaum, weil die Geschichte so liebevoll und lebhaft erzählt wird, dass man einfach weiterblättern will.
Wer also auf wilde Götterkämpfe, clevere Charaktere und eine Prise Humor steht, wird hier bestens bedient. Es fühlt sich an wie ein großes Finale, das nicht nur die Fans der Reihe zufriedenstellt, sondern definitiv auch neue Leser neugierig macht. Meine klare Empfehlung für alle, die gerne mal in eine Welt eintauchen, in der Mythen plötzlich richtig lebendig werden.
4 von 5 Sternen – spannend, witzig und emotional, aber nicht ganz ohne kleine Schwächen.